Vom 3. August bis zum 9. August wird die Polen-Rundfahrt 2019 ausgetragen. Seit 2005 gehört das Etappenrennen zur World Tour und hat auch in diesem Jahr einen ausgewogenen Parcours, der fast allen Fahrertypen Chancen bietet. Auch 2019 gibt es kein Einzelzeitfahren, so wird erneut ein spannender Kampf um den Gesamtsieg erwartet. Im Etappenziel gibt es für die ersten Fahrer jeweils 10, 6 und 4 Sekunden Bonifikation, was für den Kampf um den Rundfahrtsieg bedeutend sein kann. In den vergangenen Jahren entwickelte sich meist ein sehr spannendes Rennen und waren die Abstände nach sieben Etappen gering.

 

Die Rundfahrt ist nur eine Woche nach dem Ende der Tour de France im Kalender platziert und parallel finden mit der Clasica San Sebastian und dem Prudential RideLondon Classique zwei weitere World-Tour-Events statt.

Nur wenige Fahrer, die zuvor die Tour absolviert haben, starten in Polen. Zwei der wenigen Ausnahmen sind Simon Geschke und Matej Mohorič. Viele der starken Kletterer und Klassementfahrer die in Polen dabei sind, waren zuvor beim Giro im Einsatz. So etwa die Ineos-Talente Tao Geoghegan Hart und Pavel SivakovBob Jungels, Enrico Battaglin oder auch Top-Sprinter Pascal Ackermann. Einige wird man später bei der Vuelta und der WM im Einsatz sehen. 

 

Die Strecke

Das Rennen wird auch 2019 im Süden Polens ausgetragen. Über sieben Etappen und insgesamt 1075,5 Kilometer geht es von Krakau nach Bukowina. Die erste Etappe ist eine Angelegenheit für die Sprinter. Die zweite Etappe führt über welliges Terrain und man muss abwarten, ob sich Ausreißer oder erneut die Sprinter durchsetzen können. Am dritten Tag bekommen die Sprinter die letzte Chance, denn die vierte Etappe endet mit einer Bergankunft.  Das fünfte Teilstück ist etwas für die Puncheure und vielleicht auch für kletterstarke Ausreißer. Die beiden Schlussetappen sind sehr anspruchsvoll und hier wird der Kampf um die Gesamtwertung entschieden.

Die Wertungstrikots der Polen-Rundfahrt 2019

Die Favoriten

Es sind die bergfesten Klassikerspezialisten, oder die endschnellen Bergfahrer, die zu den Favoriten auf den Gesamtsieg gehören. Da es kein Zeitfahren gibt, entscheiden die Abstände im Ziel und gewinnen die Zeitbonifikationen an Bedeutung. Im vergangenen Jahr siegte Michal Kwiatkowski vor Simon Yates und Thibaut Pinot. Im Jahr 2017 siegte Dylan Teuns vor Rafal Majka und Wout Poels. Dies zeigt gut, welche Fahrertypen hier zu den Favoriten zählen. 

Das Team Ineos reist ohne Titelverteidiger Kwiatkowski an, hat mit Pavel Sivakow und Tao Geoghegan Hart zwei starke Fahrer für diesen Parcours. Movistar schickt Winner Anacona und den endschnellen Eduard Prades nach Polen. Das Sunweb-Team schickt neben Sprinter Max Walscheid den Australier Chris Hamilton als Kapitän zur Tour de Pologne. Das CCC-Team ist in der Heimat des Sponsors besonders motiviert. Serge Pauwels und Simon Geschke kommen aus der Tour de France mit reichlich “Standgas” nach Polen und sollen versuchen, im GC weit vorn zu landen. Vielleicht kann auch der Portugiese Amaro Antunes eine Rolle in der Gesamtwertung spielen. Trek-Segafredo geht mit dem endschnellen John Degenkolb und den bergfesten Gianluca Brambilla, Michael Gogl und Nicola Conci ins Rennen. Für Das Team UAE sind Sprinter Fernando Gaviria und die Puncheure Diego Ulissi und Valerio Conti am Start. Für das Astana-Team sind Miguel Angel Lopez, Jan Hirt und Ion Izagirre am Start.

Cofidis schickt Darwin Atapuma ins Rennen und bei Katusha-Alpecin ist Enrico Battaglin eine Option für die Puncheure-Ankünfte. Der Pole Tomasz Marczyński vom Team Lotto-Soudal ist sicher besonders motiviert, und gespannt darf man auch auf den 22-jährigen Kolumbianer Sergio Higuita vom Team Education First sein.

 

Die offizielle Startliste gibt es hier | die Startliste bei PCS

Die letzten 10 Sieger:
2009 Alessandro Ballan
2010 Daniel Martin 
2011 Peter Sagan
2012 Moreno Moser
2013 Pieter Weening
2014 Rafał Majka 
2015 Ion Izagirre
2016 Tim Wellens 
2017 Dylan Teuns 
2018 Michał Kwiatkowski

 

Etappe 1 | 3.8. Kraków – Kraków | 132 km
Profil der 1. Etappe der Polen-Rundfahrt 2019