Bereits zum 39. Mal wird das spanische Eintagesrennen ausgetragen. Es ist 227,3 Kilometer lang und topografisch sehr anspruchsvoll. Im Finale wartet eine heftige 19%-Rampe, in der in den vergangenen Jahren meist die Entscheidung fiel. Doch bei diesem Rennen sind auch Überraschungen möglich. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Rennen noch bergiger geworden. Es gilt reichlich Höhenmeter zu überwinden.


 

 

Das Starterfeld ist gemischt. Zum einen sind viele Fahrer dabei, die knapp eine Woche zuvor die Tour de France beendeten und über reichlich „Standgas“ verfügen. Andererseits sind auch Fahrer dabei, die aus einer Rennpause und Vorbereitungsphase kommen, und über die nötige Frische verfügen. So ist es sehr schwer abzuschätzen, wie es um die Form der Fahrer tatsächlich bestellt ist. In der jüngeren Vergangenheit siegte oft ein Fahrer, der zuvor die Tour bestritten hatte, aber auch „frische“ Fahrer landeten weit vorn.

Im vergangenen Jahr siegte Julian Alaphilippe und er wird auch am Samstag am Start stehen. Aber man muss abwarten, wie gut der Franzose und Überraschungsvierte der Tour die Strapazen verkraftet hat. Im Jahr 2017 siegte Michal Kwiatkowski, doch der Pole legt nach der Tour eine Pause ein und ist nicht dabei. Es sind Fahrertypen wie Kwiatkowski und Alaphilippe, also Spezialisten für die hügeligen Klassiker,  die man beim spanischen Eintagesrennen vorn erwarten kann. 

 

Die Strecke

Clasica Ciclista San Sebastian 2019

Der erste Teil des Rennens ist nahezu identisch mit der Austragung von 2018. Es geht vom Start in San Sebastian gen Westen und dann gen Süden. Zunächst stehen die beiden Anstiege Meaga und Iturburu an.

Die ersten beiden Anstiege der Clasica Ciclista San Sebastian 2019

Nach rund 70 Kilometern geht es gen Nordosten zurück in Richtung Start und wenig später über den Alkiza. Die Strecke führt südlich an San Sebastian vorbei zum legendären Jaizkibel.

Profil Alkiza & Jaizkibel – Clasica Ciclista San Sebastian 2019

 

Ab hier unterscheidet sich der Parcorus von der Austragung 2018. Denn es geht nicht über den Arkale und dann ein zweites Mal über den Jaizkibel, sondern weiter über Erlaitz zurück nach San Sebastian. Anschließend geht es in einer Runde über den Mendizorrotz und zurück nach San Sebastian.

Erlaitz und Mendizorrotz – Clasica Ciclista San Sebastian 2019

Dann steht die finale Runde über den supersteilen Murgil Tontorra an. Dieser Teil ist identisch mit dem des Vorjahres. Der Murgil ist eine ganz fiese Rampe, bei der man nicht zu früh attackieren darf. Vom Gipfel geht es steil bergab und nur die letzten drei Kilometer zum Ziel sind flach. 

Finale der Clasica Ciclista San Sebastian 2019

 

Die Favoriten

Wer dieses Rennen gewinnen möchte, muss definitiv über Kletterqualitäten verfügen. Es ist ein extrem schweres Rennen und vor allem der letzte Anstieg ist extrem steil. Fahrer wie Julian Alaphilippe, Simon Yates oder Mikel Landa zählen zu den Favoriten. Auch Toursieger Egan Bernal ist am Start und zählt zu den Favoriten. Dan Martin oder Michael Woods sind ebenfalls Fahrer, die sich in steilen Rampen wohl fühlen. Auch Óscar Rodríguez vom Euskadi-Team sollte man auf der Rechnung haben.

 

***** Simon Yates
**** Egan Bernal, Julian Alaphilippe
*** Michael Woods, Tiesj Benoot, Laurens de Plus, Tadej Pogacar 
** Alejandro Valverde, Bauke Mollema, Dan Martin, Óscar Rodríguez, Jelle Vanendert, Pello Bilbao, David Gaudu, Tony Gallopin
* David Gaudu, Adam Yates, George Bennett, Ilnur Zakarin, Tim Wellens, Patrick Konrad, Felix Großschartner

 

Start: 11:27 Uhr
Ziel: 17:30 Uhr

Die offizielle Startliste gibt es hier | Startliste bei PCS hier