Nach dem souveränen Auftaktsieg von Pascal Ackermann startet der Bora-hansgrohe-Sprinter im Roten Leadertrikot in die zweite Etappe. Der 25-Jährige zählt auch am Freitag zu den Favoriten, denn dar Parcours ist überwiegend flach. Doch ob Ackermann zum zweiten Mal Jubel kann, hängt von der Fahrweise der Konkurrenz ab. Denn In Göttingen gilt es, in der Herzberger Landstraße einen Anstieg zu bewältigen. Es ist keine Monsterrampe, aber durchaus eine gute Gelegenheit für eine Attacke. Hier könnte sich eine kleine Gruppe von starken Fahrern lösen, die den Sieg unter sich ausmacht.

Aber Ackermann hat ein starkes Team an seiner Seite und wird alles versuchen, das Trikot zu verteidigen. So stark, wie sich Ackermann am Donnerstag präsentiert hat, ist ihm das durchaus zuzutrauen. 

Pascal Ackermann nach seinem Sieg zum Auftakt:

 

Die Strecke

Karte der 2. Etappe der D-Tour 2019

Nach dem Start in Marburg geht es gen Norden. Die erste Bergwertung steht nach 67,5 Kilometern an, hier werden sicher die Ausreißer um die Punkte kämpfen. Aktuell trägt Julien Bernard das Bergtrikot. Er hatte sich beim Bergsprint aus der Ausreißergruppe zum Auftakt durchgesetzt.

Bis nach Göttingen ist das Profil überwiegend flach. In Göttingen steht dann bei der ersten Überfahrt der Steigung an der Herzberger Landstraße die zweite Bergwertung an. Die Steigung ist im Roadbook mit 1,1 km Länge bei 4,6% durchschnittlicher Steigung angegeben. Nach der Bergwertung geht es bergab zur ersten Zieldurchfahrt, wo der Zwischensprint ausgetragen wird. 

Dann geht es auf die 14,5 km lange Schlussrunde, bei der es das zweite Mal die Steigung an der Herzberger Landstraße hinauf geht. Am Gipfel gibt es den Bonussprint (3,2,1 Sek), was zusätzlich zur Attacke animieren dürfte. Vom Gipfel sind es noch neun Kilometer bis ins Ziel.

Die Zielgerade ist lang und es ist komplett flach.

Finale der 2. Etappe der D-Tour 2019

 

Enrico Poitschke über die Bora-hansgrohe-Taktik:

 

Die Favoriten

Es stellt sich grundsätzlich die Frage, ob es erneut zum Massensprint kommt, oder eine kleine Gruppe sich im Finale absetzt. Beides ist möglich. Zwar sind viele Teams ohne Sprinter da und wollen das Rennen offensiv gestalten, aber beim Bonussprint ist es mit 9 km noch recht weit bis ins Ziel. Kommt es zum Sprint, hat Ackermann sicher gute Chancen. Das Team ist stark und voll auf ihn ausgerichtet, nach dem Sieg zum Auftakt ist der Druck weg und die Lockerheit da. Aber starke Konkurrenz gibt es dennoch.

 

***** Pascal Ackermann, Cees Bol 
**** Simone Consonni, Kasper Asgreen  
*** Marc Hirschi , Alexander Kristoff, Yves Lampaert
** Nils Politt, Simone Consonni, Jasper Stuyven, Sonny Colbrelli, Alexey Lutsenko  
* Julian Alaphilippe, Daniel McLay, Jonas Rutsch, Ben Swift, Remco Evenepoel