Etwa 200 Meter vor dem Ziel zog Michael Woods (Education First) das Tempo noch einmal an und auch Alejandro Valverde (Movistar) musste reißen lassen. So holt sich Woods nach 180 Kilometern von Magenta nach Turin den Sieg. Valverde folgte auf Rang zwei. Dritter wurde Adam Yates (Mitchelton-Scott). 

Woods der Stärkste

Die Entscheidung fiel in der fast fünf Kilometer langen Schlusssteigung zur Basilica Superga. Woods trat bereits rund vier Kilometer vor dem Ziel an und setzte sich gemeinsam mit Jack Haig (Mitchelton-Scott) und Gorka Izagirre (Astana) einige Meter ab. Wenig später konnte auch der 22-jährige David Gaudu (Groupama-FDJ) aufschließen. Dahinter kontrollierte Movistar den Rückstand. 

Gemeinsam mit Toursieger Egan Bernal (Ineos) konnten Valverde und Yates die Spitze wieder einholen. Woods fuhr weiter offensiv, setzte erneut eine Attacke und folgte anschließend Gaudu nach dessen Angriff. Beide setzten sich etwa eineinhalb Kilometer vor dem Ziel wieder ab, harmonierten aber nicht in der Tempoarbeit und nahmen das Tempo dann wieder raus. So konnte die Gruppe um Valverde wieder aufschließen. Schließlich erhöhte Woods das Tempo kurz vor dem Ziel und holte sich den Sieg. Valverde kam zwar auf den letzten Metern wieder an Woods heran, musste sich aber mit Rang zwei begnügen.

Für den 32-jährigen Kanadier Woods war es der vierte Profisieg und der zweite Erfolg in dieser Saison. Er hatte im Januar eine Etappe bei der Herald Sun Tour gewonnen.

Frühe Ausreißer

Die kleine frühe Fluchtgruppe des Tages bildeten Rémi Cavagna (Deceuninck-QuickStep), Nicolas Dalla Valle (UAE Team Emirates), Joan Bou (Nippo-Vini Fantini), Daniel Savini (Bardiani-CSF), Joey Rosskopf (CCC Team).

Im Finale wurde zwei Mal die Steigung zur Balisica Superga erklommen. Als es 25 km vor dem Ziel das erste Mal bergauf ging, lagen die Ausreißer noch knapp eineinhalb Minuten vor dem Feld. Das Team Ineos bestimmte im Aufstieg das Tempo und 20 Kilometer vor dem Ziel, etwa einen Kilometer unterhalb des Gipfels war auch Cavagna vom Feld eingeholt. Gianluca Brambilla (Trek-Segafredo) attackiert am Gipfel, wurde aber in der Abfahrt schnell wieder eingeholt. Education First und Ineos bestimmten das Tempo und so ging die rund 35 Fahrer große Favoritengruppe geschlossen in den Schlussanstieg.