Die Tour of Guangxi ist das Finale der World-Tour-Saison 2019. Erst zum dritten Mal wird die Rundfahrt ausgetragen. Rennen so spät in der Saison sind speziell, da viele Fahrer die Anstrengungen der langen Saison bereits spüren. Auch wenn die Rundfahrt in China noch nicht über eine große Tradition oder übermäßiges Prestige verfügt, ist sie durchaus hart umkämpft. Immerhin geht es um wertvolle World-Tour-Punkte. Durch die Reform der UCI ist das bestplatzierte ProContinental-Team im World Ranking automatisch für die Grand Tours des nächsten Jahres qualifiziert. Für die wichtigsten Eintagesrennen haben die besten drei ProConti-Teams einen Startplatz sicher. So werden sich wohl auch Wanty-Gobert und Total-Direct Energie ins Zeug legen.  

Doch nicht nur für die ProConti-Teams ist diese Rundfahrt wichtig. Für die Profis, die während der Saison mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatten, oder durch Stürze länger ausfielen, ist es eine gute Gelegenheit sich mit einer guten Leistung und einem positiven Erlebnis in die Saisonpause zu verabschieden. Der Parcours ist ähnlich der vergangenen Jahre. Es gibt einige Chancen für die Sprinter, aber auch eine Bergankunft, die wohl Schauplatz für die Entscheidung um den Gesamtsieg ist. 


Meist wird auf breiten und gut asphaltierten Straßen gefahren, ohne Kreisverkehre und Engstellen. Man gibt sich insgesamt große Mühe um sich der Welt bestmöglich zu präsentieren. Doch nicht alle Fahrer sind hoch erfreut, Ende Oktober weit entfernt von der Heimat nach einer langen Saison um Punkte und Siege zu kämpfen. So ist es wenig verwunderlich, dass bei einigen Teams Fahrer am Start stehen, die vor einem Wechsel stehen.

 

Die Strecke

Die ersten beiden Etappen sind flach und man darf fest mit einem Massensprint rechnen. In Nanning am dritten Tag gilt es auf den Runden einen kurzen Anstieg zu bewältigen. Die letzte Steigung ist nicht weit vor dem Ziel und man darf gespannt sein, wie das Rennen läuft.
Am vierten Tag steht die Bergankunft in Nongla auf dem Programm. Hier wird die Vorentscheidung um den Gesamtsieg der Rundfahrt fallen. Auch das fünfte Teilstück sollte nicht unterschätzt werden, auch wenn der letzte Anstieg einige Kilometer vor dem Ziel ist. Am Schlusstag könnte es erneut zum Massensprint kommen.

 

Favoriten

In den vergangenen Jahren siegte mit Tim Wellens und Gianni Moscon jeweils ein bergfester Fahrer. Dies ist auch für 2019 wegen der Bergankunft auf der vierten Etappe zu erwarten. Große Abstände sind nicht zu erwarten und so wird es einen Kampf um Sekunden geben. Für die Sprints gibt es einige heiße Kandidaten. Fernando Gavira etwa, oder auch Jakub Mareczko. Auch Phil Bauhaus, John Degenkolb und Kristoffer Halvorsen sind am Start. 

Noch steht die offizielle Startliste nicht, sobald diese verfügbar ist, wird die Favoritenliste ergänzt.

 

Die Etappen

Etappe 1  – Donnerstag 17. Oktober | Beihai – Beihai (135,6 km)

Profil der 1. Etappe der Tour of Guangxi 2019
Karte der 1. Etappe der Tour of Guangxi 2019