Die Mannschaft Total Direct Energie hatte einen Startplatz bei den Grand Tours der Saison 2020 sicher. Denn gemäß des neuen UCI-Reglements bekommt das beste ProConti-Team der Saison einen Startplatz bei den Grand Tours der Folgesaison. Doch nun hat die französische Equipe mitgeteilt, auf den Startplatz beim Giro d’Italia zu verzichten. Anders als bei den World-Tour-Teams ist der Start für die ProConti-Mannschaften keine Pflicht, auch wenn man über die Top-ProConti-Team-Regelung einen Startplatz erhält.

 

Zu wenig Fahrer

“Mit einem Team von 24 Fahrern kann das Team Total Direct Energie nicht an allen wichtigen Rennen der Saison teilnehmen. Es ist daher unerlässlich, Entscheidungen zu treffen, um den besten Zeitplan für die definierten Ziele festzulegen”, heißt es in einer Mitteilung des Teams. Eine Begründung, die durchaus nachvollziehbar ist. Denn für die Mannschaft um Niki Terpstra, Romain Sicard, Lilian Calmejane und Rein Taaramäe sind die Klassiker und vor allem die Tour de France enorm wichtig. 

“Wir würden uns in sportliche Gefahr bringen, wenn wir dorthin fahren würden. Die Mannschaft ist nicht groß genug, um in Mailand-San Remo, den flämischen Rennen, dem Giro und der Tour de France gute Leistungen vorweisen zu können”, sagte TeamchefJean-René Bernaudeau.


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RCS und italienische ProConti-Teams freuen sich

Für den Giro-Veranstalter RCS ist die Absage von Total Direct Energie keine schlechte Nachricht. Eher im Gegenteil. Denn durch den Verzicht der französischen Mannschaft bleiben nun mehr WildCards für italienische Mannschaften. 

Den Startverzicht als Scheitern der neuen Regelung (die das beste ProConti-Team belohnen soll) anzusehen, greift zu kurz. Denn die Belohnung für Total Direct Energie ist vor allem der Start bei der Tour. Dafür wird man auch 2020 wieder Vollgas geben und Punkte sammeln. Giro-Organisation und die italienischen Mannschaften freuen sich ebenfalls.