Im erneut vom Wind geprägten Rennen setzte sich nach 166 Kilometern von Chevreuse nach Chalette-sur-Loing Giacomo Nizzolo (NTT) vor Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) durch. Dritter wurde Jasper Stuyven (Trek-Segafredo).
Nachdem das Feld bei Seitenwind in mehrere Gruppen zerfallen war, ging nur eine kleine Gruppe an der Spitze auf den letzten Kilometer. Peter Sagan zog für seinen Teamkollegen Pascal Ackermann den Sprint an. Doch auf den letzten Meter konnte Nizzolo an Ackermann vorbeiziehen und sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg.
“Ich fühle mich schon seit Beginn der Saison richtig gut und ich bin echt glücklich über den Sieg. Es war den ganzen Tag sehr stressig. Mir war klar, dass Bora in der Gruppe wegen der Gesamtwertung fahren musste und habe mich zurückgehalten. Ackermann ist ihr bester Sprinter und deshalb habe ich sein Hinterrad gewählt”, so Nizzolo im Siegerinterview. 


 
Rund ein Dutzend Fahrer gehörte zu dieser Spitzengruppe – Bora-hansgrohe war gleich mit vier Fahrern vertreten. Auch Leader Maximilian Schachmann war dabei und verteidigte das Gelbe Trikot als Gesamtführender. Neben Schachmann und seinem Teamkollegen Felix Großschartner gehörten von den Favoriten auf den Gesamtsieg auch Vincenzo Nibali und der 57Kg leichte Sergio Higuita zur Spitzengruppe. 
 
So lief das Rennen
Kurz nach dem Start setzten sich zwei Fahrer ab. Jonathan Hivert (Total Direct Energie) und Jose Manuel Diaz (Nippo Delko Provence) fuhren schnell zwei Minuten Vorsprung heraus. Hivert sicherte sich wichtige Bergpunkte und verteidigte die Führung in der Sonderwertung. Mehr als 60 Kilometer vor dem Ziel war das Duo vom Feld wieder eingeholt.
Beim Zwischensprint holte sich Maximilian Schachmann drei Bonussekunden und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung zwischenzeitlich weiter aus. Sein Teamkollege Peter Sagan hatte ihm den Sprint angefahren.


 
Auf den letzten 35 Kilometern gab es erneut Seitenwind und das Feld zerbrach in mehrere Gruppen. Pech hatte Nairo Quintana. Der Kolumbianer stürzte rund 25 Kilometer vor dem Ziel und fiel zurück. Er büßte am Ende fast eineinhalb Minuten ein.
Die rund 30 Fahrer große Spitzengruppe teilte sich etwa 10 Kilometer vor dem Ziel erneut, als Peter Sagan sich mit Maximilian Schachmann am Hinterrad an die Spitze setzte und das Tempo anzog. So verblieben nur noch rund 15 Fahrer an der Spitze. Am konnte die zweite Gruppe, mit weiteren Favoriten auf den Gesamtsieg, den Rückstand begrenzen. Thibaut Pinot und Romain Bardet büßten nur 18 Sekunden ein.