Vor wenigen Tagen wurde der neue, vorläufige Rennkalender für den Rest der Saison vorgestellt. Die Tour de France soll Ende August starten, Vuelta und Giro sollen später folgen.  Dass zumindest in Deutschland die Idee von Nationalen Meisterschaften am Wochenende vor dem Tour-Start nicht umsetzbar ist, war schon einen Tag später klar.
Doch nun gibt es auch hinter weiteren Rennen dicke Fragezeichen. So hat der Bürgermeister von Morbihan, Stéphane Hamon, bereits ins Spiel gebracht, dass man die französischen nationalen Titelkämpfe in Plumelec wohl auf 2021 verschieben solle. “Die wirtschaftlichen Interessen der einen oder die sportlichen Interessen der anderen dürfen die Gewährleistung der Sicherheit der öffentlichen Gesundheit nicht überschatten”, sagte er gegenüber directvelo.com
Aber auch der Plan mit der Tour im August scheint nach jetzigem Stand eher unrealistisch. Das belgische Medium Sporza hat drei internationale Virologen befragt. “Wenn die Tour de France nicht auf fast unerklärliche Weise organisiert wird, wird es beim Start der Tour im August ernsthafte gesundheitliche Probleme geben”, sagte Benjamin Cowie, Professor für Epidemiologie an der Universität von Melbourne. Dabei wurden neben Masken und Tests auch Maßnahmen, wie eine Quarantäne der Fahrer vor und nach dem Rennen besprochen. Dass sich die Gefahr der Verbreitung des Virus eindämmen lässt, scheint klar, aber eine 100%ige Sicherheit kann es nicht geben, sind sich die Virologen sicher.
Am 15. Mai will die UCI eine überarbeitete Version des Rennkalenders veröffentlichen. Sehr gut möglich, dass bis dahin die Streichliste der Rennen noch länger geworden ist.