Primoz Roglic (Jumbo-Visma) hat die vierte Etappe der 107. Tour de France gewonnen. Der Slowene setzte sich nach 160 Kilometern von Sisteron nach Orcières-Merlette im Sprint vor Tadej Pogačar (UAE) durch. Dritter wurde Guillaume Martin (Cofidis). 
“Das war eine schnelle und schwere Etappe. Meine Teamkollegen haben mich in eine sehr gute Position gebracht und mir damit ermöglicht, im Finale anzugreifen. Ich habe das Gelbe Trikot zwar nicht übernommen, aber das muss ich vorerst akzeptieren. Wir müssen jetzt einfach so weitermachen. Ich komme zurück, ich kann wieder richtig fahren, das ist die gute Nachricht. Ich bin bereit”, so Roglic nach einem beeindruckenden Auftritt.
Julian Alaphilippe (Deceuninck-QuickStep) erreichte als Fünfter das Ziel und verteidigte das Gelbe Trikot. Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) musste auf den letzten Metern reißen lassen. Er erreichte neun Sekunden nach Roglic das Ziel. 

 

So lief das Rennen

Mit dem scharfen Start wurde attackiert. Es formierte sich eine sechsköpfige Spitzengruppe mit Tiesj Benoot (Sunweb), Krists Neilands, Nils Politt (beide Israel Start-up Nation), Quentin Pacher (B&B-Vital Concept), Mathieu Burgaudeau (Total Direct Energie) und Alexis Vuillermoz (AG2R). 
Im Feld machte Deceuninck-QuickStep das Tempo und hielt den Rückstand bei rund drei Minuten. Beim Zwischensprint holte Nils Politt die maximale Punktezahl. Aus dem Feld gewann Sam Bennett den Sprint um die Punkte. 
An der ersten Bergwertung holte sich Pacher die zwei Zähler, Politt einen. So war es auch an der dritten Bergwertung.
30 Kilometer vor dem Ziel lag das Feld noch rund zweieinhalb Minuten hinter dem Feld. Rund 25 Kilometer vor dem Ziel stürzte Tiesj Benoot in einer Abfahrt über die Leitplanke. Er fiel zurück ins Feld, konnte aber weiterfahren.
Die Spitze fiel auseinander und Pacher, Neilands und Vuillermoz gingen mit rund eineinhalb Minuten auf die letzten 20 Kilometer zum Ziel. Neilands ließ wenig später seine Begleiter stehen und ging allein auf die letzten Kilometer zum Ziel.
Mehr als sieben Kilometer vor dem Ziel wurde auch Neilands eingeholt und das Feld der Favoriten ging geschlossen in den Schlussanstieg.