Welche Bedeutung ein Start bei der Tour de France für die Rad-Teams hat, ist bekannt. Es ist das größte Rennen, mit der größten Aufmerksamkeit und enorm wichtig für die Stabilität der Teams. Wer bei der Tour dabei ist, kann seinen Sponsoren einen großen Gegenwert für das Investment bieten. Wer nicht dabei ist, braucht viel Überzeugungsarbeit, um ein dickes Budget zu sichern.
Ins Reglement der UCI wurde vor wenigen Jahren im Zuge einer Reform ein Startrecht für das beste ProTeam aufgenommen. Somit haben nicht nur die Mannschaften der World Tour einen Startplatz bei den großen Rennen sicher, sondern auch das beste “Zweitliga-Team” wird für die sportlichen Erfolge belohnt. Das löste einen Kampf der ProTeams um den sicheren Start bei der Tour de France aus. Denn sonst ist man auf eine Einladung des Veranstalters ASO angewiesen.

Das beste ProTeam muss eine Einladung für die Tour bekommen (Quelle: UCI)

Van der Poel – der Punktelieferant
Auch das Team Alpecin-Fenix kämpft verbissen um das Startrecht. In diesem Jahr wurde man zu keiner GrandTour eingeladen. Im Jahr 2021 will man nicht nur zuschauen. Zuletzt setzte man alles daran, so viele UCI-Punkte einzufahren wie möglich. Fahrer wurden für ihre Nationalmannschaft nicht freigegeben, damit sie lieber bei UCI-Rennen Punkte holen, statt bei der WM Helferdienste zu verrichten, heißt es bei der Delegation einer Nationalmannschaft.
Dazu schickte man Top-Star Mathieu van der Poel zu den wichtigsten Rennen. Einen Tag nach seinem Monster-Ritt bei der BinckBank Tour startete der Niederländer direkt beim Monument Lüttich-Bastogne-Lüttich. Und das zahlte sich aus! Van der Poel sackte am Samstag 400 UCI-Punkte bei der BinckBanck-Tour ein und in Lüttich am Sonntag noch einmal 175 Zähler. Zudem sorgten in den vergangenen Wochen auch seine Teamkollegen für weitere Punkte.
Diese fette Punkte-Beute sorgte dafür, dass man im Ranking an Arkea-Samsic vorbeizog und aktuell das beste ProTeam ist. Noch ist die Saison nicht beendet, das Rennen um den Tour-Startplatz nicht gelaufen, aber die Ausgangslage für das belgische Team Alpecin-Fenix ist sehr gut. 
Das Ranking am 6.10.2020 (Quelle: UCI)

Das gesamte Ranking gibt es hier