Zum 82. Mal wird der Halbklassiker Gent-Wevelgem ausgetragen. Früher oft als Klassiker für die Sprinter bekannt, wurde der Parcours in den vergangenen Jahren schwerer. Auch wegen der Gravel-Passagen, die vor drei Jahren in Erinnerung an die Opfer des ersten Weltkrieges und den geschichtsträchtigen Waffenstillstand zur Weihnachtszeit 1914 eingebaut wurden. Diese „Plugstreets“ sind Naturstraßen, die dem Rennen nicht nur einen weiteren Charakterzug gegeben haben sondern das Rennen auch anspruchsvoller machen.
Ein wenig das Wahrzeichen des Rennens ist der berühmte “Kemmelberg“, der seit Jahren fest mit dem Rennen verbunden ist. Schon häufiger ist hier die Vorentscheidung gefallen. Dieser ist auch 2020 Teil des Parcours, der erneut verändert wurde
Viele Jahre startete das Rennen in Deinze, nun geht es in Ieper los, wo in den vergangenen Jahren die Nachwuchswettbewerbe gestartet wurden. Das Finale beginnt rund 100 Kilometer vor dem Ziel und wurde ebenfalls verändert und das Rennen wieder etwas schwerer gemacht. 



 

Die Strecke

Profil Gent-Wevelgem 2020

Die ersten Kilometer sind flach, aber mit windanfälligen Passagen. Noch sind für Sonntag keine Stürme vorhergesagt, doch das kann sich schnell ändern. Hier gilt es auf jeden Fall, sehr aufmerksam zu sein. Nach etwa 120 Kilometern beginnt das Finale des Rennen. Hier wurde der Parcours im Vergleich zu den vergangenen Jahren verändert.
In diesem Jahr geht es zunächst über eine Schleife mit Scherpenberg, Vidaigneberg und Baneberg zum Monteberg-Kemmelberg Doppel. Danach werden die Plugstreets befahren und es geht wieder über das Monteberg-Kemmelberg Doppel.
Die Hellinge in der Reihenfolge, die Plugstreets “P”

Anschließend geht es noch einmal auf die Schleife mit Scherpenberg, Vidaigneberg und Baneberg, ehe die dritte und letzte Überfahrt des Kemmelbergs ansteht. Vom Kemmelberg sind es dann noch 34 Kilometer bis ins Ziel. Die Ankunft in Wevelgem ist unverändert. 
Die letzten Kilometer von Gent-Wevelgem

 

Die Favoriten

Abgesehen von den Giro-Startern sind nahezu alle Klassikerspezialisten am Start. Alex Kristoff, Pascal Ackermann, Oli Naesen, Florian Sénéchal, Nils Politt, Alberto Bettiol, Stefan Küng, Matteo Trentin, Wout van Aert, Mads Pedersen, Michael Kwiatkowski, Niki Terpstra, Edvald Boasson Hagen und auch Mathieu van der Poel sind dabei. Das Team Lotto-Soudal hat neben John Degenkolb auch Sprinter Caleb Ewan dabei. Doch ob bei dem anspruchsvolleren Parcours tatsächlich ein größeres Feld sprintet, muss man abwarten.
***** Mathieu van der Poel 
**** Florian Sénéchal, Sonny Colbrelli, Wout van Aert 
*** Matteo Trentin, Pascal Ackermann, Stefan Küng
** Oli Naesen, Alexander Kristoff, Nils Politt, Mads Pedersen, Edvald Boasson Hagen
* Sam Bennett, Japer Stuyven, John Degenkolb, Michał Kwiatkowski, Niki Terpstra  
Start: 10:00 Uhr
Ziel: ~16:00 Uhr 
Die letzten Sieger:
2019 Alexander Kristoff
2018 Peter Sagan (SvK)
2017 Greg van Avermaet (Bel)
2016 Peter Sagan (Svk)
2015 Luca Paolini (Ita)
2014 John Degenkolb (Deu)
2013 Peter Sagan (Svk)
2012 Tom Boonen (Bel)
2011 Tom Boonen (Bel)
2010 Bernhard Eisel (Aut)
2009 Edvald Boasson Hagen (Nor)
2008 Oscar Freire Gomez (Esp)
2007 Marcus Burghardt (Deu)