Super-Ineos ohne Sky-Attitüde

Stilfserjoch

Nimmt man die nackten Zahlen, ist Ineos Grenadiers die absolute Über-Mannschaft dieses Giro. Ein Drittel der 21. Etappen wurden gewonnen. Gesamtsieg, Teamwertung, Nachwuchswertung – alles abgeräumt. Dabei zeigte das Team ein anderes Gesicht, als in den Sky-Zug-Zeiten. Nach dem bitteren Ausscheiden von Geraint Thomas stellte man die Taktik zunächst um – Etappensiege rückten in den Fokus. Doch dann wurde Tao Geoghegan Hart so stark, dass man wieder umstellte. Was Rohan Dennis abfackelte, um seinem jungen Kollegen den Sieg zu ermöglichen, wurde bereits mehrfach herausgehoben. Das war kein typischer Sky-Sieg, wo die stärkste Mannschaft das Rennen kontrolliert und wenn nötig auch erstickt. Es war ein ungewöhnlicher Giro, bei dem am Ende der Stärkste gewann, weil er einen superstarken Helfer hatte. Sehr beeindruckend.