Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) hat sich am Schlusstag der Vuelta 2020 im Sprint knapp vor Sam Bennett (Deceuninck-QuickStep) durchgesetzt und seinen zweiten Etappensieg eingefahren. Platz drei ging an Max Kanter (Sunweb). 
“Ich muss mich wirklich bei meinen Teamkollegen bedanken, sie haben heute wirklich ein perfektes Leadout geliefert”, sagte Ackermann im Ziel. “Ich bin wirklich glücklich, die Saison mit einem Sieg zu beenden, das war der 30. Sieg in meiner Karriere”, so Ackermann, der als einziger Sprinter zwei Etappensiege feierte, sich aber nicht als besten Sprinter der Vuelta sieht. “Nein, mein erster Sieg zählt da nicht so richtig, weil Sam zurückversetzt wurde. Nun haben wir jeder einen Sieg und wir können damit zufrieden sein”, sagte Ackermann auf die Frage, ob er der beste Sprinter der Vuelta sei.
Titelverteidiger Primož Roglič (Jumbo-Visma) rollte im Hauptfeld jubelnd über die Ziellinie und ist der Gesamtsieger der Rundfahrt. Nach 18 Etappen liegt Roglič 24 Sekunden vor Richard Carapaz (Ineos). Gesamtdritter ist Hugh Carthy (+1:15 min/EF):

So lief das Rennen

Die ersten Rennstunden war das Tempo nicht sehr hoch und es wurden die üblichen Fotos gemacht. Als das Feld Madrid erreichte, wurde das Tempo angezogen und rund 30 Kilometer vor dem Ziel setzten sich Tim Wellens (Lotto Soudal), Jonathan Lastra (Caja Rural-Seguros RGA) und Willie Smit (Burgos-BH) ab. Lastra fiel schnell wieder zurück, dafür sprangen noch Gonzalo Serrano (Caja Rural-Seguros RGA)  und Dmitriy Gruzdev (Astana) an die Spitze.
Doch das Feld kontrollierte den Rückstand und ließ die Ausreißer nicht weit weg. Das Team Bora-hansgrohe ging auf den letzten zwei Kilometern an die Spitze und legte das Tempo vor. Zunächst arbeitete Rüdiger Selig an der Spitze, dann führte Andreas Schillinger das Feld auf den letzten Kilometer. Martin Laas übernahm und dann ging Michael Schwarzmann als letzter Anfahrer an die Spitze. Rund 150 Meter vor dem Ziel eröffnete Ackermann den Sprint und holte den Sieg.