Lediglich fünf Siege gelangen in der Saison 2020. Der Etappenerfolg von Nans Peters bei der Tour de France war der einzige World-Tour-Sieg. In der Gesamtwertung der Grand Tours spielte man keine Rolle und abgesehen von den kleineren französischen Rennen und dem Tour-Etappensieg blieb man hinter den Erwartungen zurück.

Lichtblick

Es war keine gute Saison und es gilt, einige Sachen zu verbessern. Positiv ist ganz sicher, dass Peugeot als Sponsor einsteigt und die Zukunft des Teams sichert. Auch einige der Talente machen Hoffnung für die Zukunft, beispielsweise Benoît Cosnefroy. Rang zwei beim Fleche Wallonne, Platz drei beim Pfeil von Brabant und Zweiter bei Paris-Tours – dazu der beherzte Auftritt bei der Tour. Der inzwischen 25-Jährige hat sein Talent längst bewiesen und sich zum potenziellen Kapitän, vor allem für die Ardennen, entwickelt.

Mit Clément Champoussin, Nicolas Prodhomme und Aurélien Paret-Peintre stehen die nächsten Talente in den Startlöchern.

Umbruch und Verstärkung

Viele der bekanntesten Gesichter des Teams gehen am Saisonende. Romain Bardet, Alexis Vuillermoz und auch Pierre Latour. Dafür wurden Top-Fahrer und große Talente verpflichtet. Greg van Avermaet stößt zur Equipe (bringt die Helfer Michael Schär & Gijs Van Hoecke mit) und wird gemeinsam mit Oli Naesen und Neuzugang Bob Jungels die Klassikerfraktion stärken. Klassiker-Talent Stan Dewulf kommt zudem von Lotto-Soudal.

Lilian Calmejane, Sprinter Marc Sarreau und der endschnelle Damien Touzé stoßen ebenfalls zum Team. Mit Ben O’Connor hat man einen sehr interessanten Mann verpflichtet, der sein GC-Potenzial längst nicht ausgeschöpft hat.

Neun Fahrer gehen, elf kommen – es ist ein Umbruch, der vollzogen wird. Man darf gespannt sein, wie gut es gelingt, die “Nach-Bardet-Epoche” einzuläuten. Potenzial ist reichlich vorhanden, und nach 2020 kann es ja fast nur besser werden.