Die “Supertuck” Position wird nun ebenso verboten, wie die Aero-Haltung, bei der man die Unterarme auf dem Lenker stützt. Bei den Profis stieß dieser Beschluss auf wenig Zustimmung. Im Gegenteil – viele Profis kritisierten die neuen Regeln der UCI.

CPA-Chef Gianni Bugno äußerte sich nun gegenüber Cyclingnews.com dazu. Er erklärte, dass es bei den Verboten weniger um die Gefahren für die Berufssportler geht, sondern um ihre Vorbildrolle für den Nachwuchs.

Dass die Aero-Positionen nicht so viel Sicherheit und Radkontrolle bieten, wie beide Hände fest am Unterlenker zu haben, ist logisch. Allerdings dürfte ein Profi in Sachen Risikokalkulation erfahren genug sein. Das Thema Schlaglöcher bleibt dabei natürlich als Risikofaktor.

Alle müssen dazu beitragen

Gianni Bugno stellte gegenüber Cyclingnews klar, dass alle Beteiligten am Profiradsport zu mehr Sicherheit beitragen müssten. Veranstalter mit Sicherheitskonzepten, UCI und eben auch Fahrer. In den Beschlüssen der UCI wurden beispielsweise auch neue Regelungen für Barrieren verabschiedet und die Implementierung von Sicherheitsbeauftragten bei Rennen.

Laut Bugno zielen die Regeln für die Fahrsicherheit in die gleiche Richtung, wie die für Rennveranstalter in Sachen Absperrungen und Gestaltung der Ankünfte. “Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, den Rennsport sicherer zu machen, um Stürze und Verletzungen zu vermeiden”, so Bugno. Es seien Regeln, und man müsse sie respektieren.

Fahrer in Prozess eingebunden

Zudem verwies Bugno darauf hin, dass die Fahrer in den Gestaltungsprozess der neuen Regeln über die Fahrervereinigung CPA eingebunden waren.

“Die CPA war durch Philippe Gilbert und Matteo Trentin bei den Treffen zur Verbesserung der Fahrersicherheit vertreten, die nach dem verheerenden Sturz von Fabio Jakobsen bei der Tour de Pologne beschleunigt wurden”, so Bugno. Die Mitglieder der CPA seien regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht worden, was bei den Treffen besprochen wurde, und so hätten sie bereits über die neuen Regeln bezüglich der Fahrpositionen Bescheid gewusst.

Allerdings haben nicht alle Länder einen CPA-Vertreter. Zum komplexen Themengebiet des Zusammenspiels von CPA, UCI, Veranstalter und Fahrer sei der unten stehende Podcast empfohlen.

Pressemitteilung der UCI bezüglich der neuen Regeln: hier
Neue UCI-Regeln: hier


Podcast: Fahrer vs Veranstalter vs UCI | Beziehungstherapie mit Paul Martens