Vom 7. März bis zum 14. März wird die 79. Auflage von Paris-Nizza ausgetragen. Wie üblich geht es über acht Etappen, über einen ausgewogenen, typischem Parcours. Es ist ein prestigeträchtiges Etappenrennen, das den Beinamen „Fahrt zur Sonne“ trägt. Vom Norden, meist bei kühlem Wetter, geht es gen Süden, nach Nizza, wo es Mitte März meist frühlingshaft ist.

Wie üblich bekommen die Sprinter zu Beginn ihre Chance, in der zweiten Hälfte der Rundfahrt wird der Kampf um den Gesamtsieg dann richtig entbrennen. Das Wetter könnte eine große Rolle spielen. Gerade am zweiten Tag könnte es spektakulär wären, sollte es windig werden und echtes “Klassiker Wetter” geben. Die Entscheidung um den Gesamtsieg wird wohl erst am Schlusstag fallen, denn dann steht eine kurze, aber anspruchsvolle Etappe rund um Nizza an.


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In der Startliste tauchen viele Namen der absoluten Top-Fahrer auf. Richie Porte, Primoz Roglic, Titelverteidiger Maximilian Schachmann, David Gaudu, Alexandr Vlasov, Guillaume Martin oder auch Jai Hindley sind dabei und zählen sicher zum Favoritenkreis. Auch die Sprints darf man mit Spannung erwarten, denn neben Sam Bennett sind auch Pascal Ackermann, Arnaud Demare, Giacomo Nizzolo, Jasper Philipsen, Nacer Bouhanni, Mads Pedersen und Alex Kristoff dabei.

Es ist ein enorm wichtiges Rennen, bei dem jeden Tag hart um den Etappensieg gekämpft wird. Es wird ganz sicher offenlegen, wie gut es um die Form der Top-Fahrer bestellt ist.

Die Strecke

UPDATE: Die 8. Etappe wurde wegen der Corona-Situation in Nizza verändert. Hier das neue Profil der Etappe:

Profil der veränderten 8. Etappe von Paris-Nizza 2021

Wie in den vergangenen 11 Jahren fällt der Startschuss im Department Yvelines. Los gehts in St Cyr L’Ecole. Die ersten beiden Tage dürften den endschnellen Männern sehr gefallen. Bläst der Wind, könnte es am zweiten Renntag gefährlich werden und sich Windstaffeln bilden.

Am dritten Tag gibt es ein 14,4 km langes Zeitfahren, bei dem die Klassementfahrer voll gefordert sind. Am vierten Tag steht die erste Bergankunft an. Zum Ziel nach Chiroubles geht es rund sieben Kilometer bergauf.

Die fünfte Etappe ist flach, aber mehr als 200 Kilometer lang. Für die Fahrer, die sich auf die wenig später anstehenden Klassiker vorbereiten, sicher von Vorteil. Auch auf der sechsten Etappe werden mehr als 200 Kilometer absolviert, hier ist das Terrain aber durchaus wellig. Vielleicht ein Tag für Ausreißer.

Die vorletzte Etappe läutet das große Finale ein. Zum Ziel geht es mehr als 16 Kilometer bergauf nach Valdeblore La Colmiane. Im Jahr 2020 holte sich Nairo Quintana den Etappensieg und Maximilian Schachmann verteidigte sein Gelbes Trikot. Hier wird in Sachen Gesamtwertung eine Vorentscheidung fallen.

Der Schlusstag verspricht noch einmal Spannung. Die Etappe ist nur 110 Kilometer lang, hat aber fünf Bergwertungen. Zudem wird kurz vor dem Ziel noch einmal ein Sprint ausgefahren – es wäre nicht die erste Austragung, wo am Ende Bonussekunden über den Gesamtsieg entscheiden.

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Favoriten

Es sind die Top-Rundfahrer, die zu den Favoriten zählen. Allerdings ist Paris-Nizza nicht so leicht vorherzusehen. Windkanten, Ausreißergruppen, Stürze – es gibt eine ganze Reihe von Einflussfaktoren, die man schwer kalkulieren kann. Zudem ist dieses Rennen für einige Fahrer das erste große Highlight, die erste echte Prüfung in der Saison. Vorher die Leistungsstände einzuschätzen fällt schwer. Fahrer wie Richie Porte oder Primoz Roglic reisen ohne einen Renntag in diesem Jahr in den Beinen an.

Der Parcours lässt auch Fahrern wie Maximilian Schachmann eine Chance auf den Sieg. Die Bergankunft am vorletzten Tag ist lang und schwer, aber die Abstände werden vielleicht doch im Rahmen bleiben. Mit einigen mittelschweren Etappen, wo die explosiven Fahrer, denen ein Parcours wie die Ardennen-Klassiker entgegen kommt, haben sie gute Karten, Zeit gutzumachen.

Neben Roglic und Porte muss man auch David Gaudu zu den Favoriten zählen. Der junge Franzose ist sehr gut in Form und hat ein starkes Team an seiner Seite. Seine Landsmänner Guillaume Martin und Pierre Latour sind sicher ebenfalls top motiviert.


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Auch Girosieger Tao Geoghegan Hart ist am Start und bereits in ordentlicher Verfassung. Ben O’Connor, Neilson Powless, Jai Hindley, Dylan Teuns, Louis Meintjes und Sergio Henao sollte man ebenso auf dem Zettel haben.

Mit Maximilian Schachmann und Tiesj Benoot sind die Top2 des vergangenen Jahres dabei. Gespannt darf man auf den Auftritt von Brandon McNulty sein. Der US-Amerikaner war die Entdeckung des Giro 2020 und startet bei der Fernfahrt in die neue Saison.

***** David Gaudu, Primoz Roglic
**** Richie Porte, Tao Geoghegan Hart, Maximilian Schachmann
*** T. Benoot, A. Vlasov, S. Kruisjwijk, J. Haig, B. O’Connor
** G. Bennett, J. Hindley, G. Martin, S. Powless, D. Teuns
* B. McNulty, Sergio Henao, R. Dennis, Izagirre, P. Latour, B. Jungels, L. Meintjes


Offizielle Website

Startliste bei PCS

Die Teams:

AG2R Citroën Team (Fra)
Astana – Premier Tech (Kaz)
Bahrain Victorious (Brn)
Bora – Hansgrohe (Ger)
Cofidis (Fra)
Deceuninck – Quick-Step (Bel)
EF Education – NIPPO (Usa)
Groupama – FDJ (Fra)
Ineos Grenadiers (Gbr)
Intermarché – Wanty – Gobert Matériaux (Bel)
Israel Start-Up Nation (Isr)
Jumbo – Visma (Ned)
Lotto Soudal (Bel)
Movistar Team (Esp)
Team BikeExchange (Aus)
Team DSM (Ger)
Team Qhubeka Assos (Rsa)
Trek – Segafredo (Usa)
UAE Team Emirates (Uae)

Alpecin-Fenix ist als bestes UCI ProTeam automatisch startberechtigt

Wildcards:
B&B Hotels P/B KTM (Fra)
Team Arkéa – Samsic (Fra)
Total Direct Energie (Fra)

TV: Eurosport 1/2 überträgt live

Die letzten Sieger
2020 | Maximilian Schachmann
2019 | Egan Bernal
2018 | Marc Soler
2017 | Sergio Henao
2016 | Geraint Thomas
2015 | Richie Porte
2014 | Carlos Betancur
2013 | Richie Porte
2012 | Bradley Wiggins
2011 | Tony Martin
2010 | Alberto Contador