Am Ende zeigte das Zielfoto einen hauchdünnen Vorsprung von Wout van Aert – der Belgier vom Team Jumbo-Visma gewann die 55. Auflage des Amstel Gold Race vor Tom Pidcock (Ineos Grenadiers). Dritter wurde Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe).

Das Trio hatte sich etwa 12 Kilometer vor dem Ziel aus der Favoritengruppe abgesetzt und behauptete einen kleinen Vorsprung bis ins Ziel. Den Sprint der Verfolger um Rang vier gewann Michael Matthews (BikeExchange).


So lief das Rennen

Das Rennen wurde wegen der Corona-Pandemie auf einem 17 Kilometer langen Rundkurs ausgetragen. Die Gruppe des Tages bildeten Edward Theuns (Trek-Segafredo), Julien Bernard (Trek-Segafredo), Stan Dewulf (AG2R-Citroën), Sébastien Grignard (Lotto Soudal), Maurits Lammertink (Intermarché-Wanty-Gobert), Loïc Vliegen (Intermarché-Wanty-Gobert), Chad Haga (DSM), Ryan Gibbons (UAE Team Emirates), Kenny Molly (Bingoal Pauwels Sauces WB) und Anders Skaarseth (Uno-X). Die Teams Movistar und Jumbo-Visma bestimmten zunächst im Feld das Tempo und kontrollierten den Rückstand zu den Ausreißern.

Die erste Attacke aus dem Feld setzte Rob Power (Qhubeka Assos) mehr als 70 Kilometer vor dem Ziel und Oscar Riesebeek (Alpecin-Fenix) ging mit. Doch sie wurden schnell wieder eingeholt.

Wenig später, am Cauberg, wurde erneut angegriffen und es formierte sich eine kleine Gruppe, die jedoch erneut wieder eingefangen wurde. Es begann eine Phase im Rennen, wo mehrfach versucht wurde, eine Gruppe zu initiieren, aber immer wieder das Feld aufschloss. Durch das hohe Tempo schmolz der Vorsprung der Ausreißer schnell zusammen. 50 Kilometer vor dem Ziel lag die Spitze nur noch eine Minute vor dem Feld.

Kleine Gruppe mit Van Baarle

Rund 40 Kilometer vor dem Ziel formierte sich dann doch eine kleine Gruppe mit Dylan van Baarle, Rui Costa, Simon Clarke, Florian Senechal Sonny Colbrelli und Tosh Van der Sande. Vor allem Ineos und Jumbo-Visma fuhren sehr aufmerksam. Im Cauberg, 35 Kilometer vor dem Ziel erhöhte Ide Schelling (Bora-hansgrohe) das Tempo im Feld. Primoz Roglic setzte die Tempoverschärfung fort und so schlossen sie wieder zur Verfolgergruppe um Van Baarle auf.

Als es auf die vorletzte Runde ging, lag Ausreißer Vliegen allein an der Spitze, das Feld folgte keine 25 Sekunden dahinter. Etwa 25 Kilometer vor dem Ziel wurde auch Vliegen eingeholt und Ide Schelling, der sich zuvor aus dem Feld abgesetzt hatte, setzte sich allein ab.

Attacken am Cauberg & Pidcocks Angriff

In der letzten Auffahrt zum Cauberg wurde im Feld wie erwartet attackiert. Schelling war schnell eingeholt und die Top-Favoriten griffen an. Es formierte sich eine kleine Gruppe mit gleich mehreren Ineos-Fahrern, Schachmann, Van Aert, Alejandro Valverde und auch Michael Matthews. Doch die Lücken waren nicht sehr groß.

Etwa 12 Kilometer vor dem Ziel griff Tom Pidcock an und nur Schachmann und Van Aert gingen mit. Das Trio setzte sich ab und behauptete sich vorn.

Schachmann versuchte zwei Kilometer vor dem Ziel seine beiden endschnellen Begleiter abzuhängen, doch Wout van Aert ließ ihn nicht weg. So kam es doch zum Dreiersprint.