Taco van der Hoorn (Intermarché – Wanty – Gobert) hat die dritte Etappe des 104. Giro d’Italia gewonnen. Der Niederländer siegte nach 190 Kilometern von Biella nach Canale als Solist. Der 27-Jährige gehörte zur 8-köpfigen Ausreißergruppe, die sich kurz nach dem Start gebildet hatte. Im Finale hängte er seine Begleiter ab und rettete einen kleinen Vorsprung auf das Hauptfeld ins Ziel.

“Ich kann es nicht glauben. Ich wollte nur in der Gruppe mitfahren und den ganzen Giro über aggressiv sein” , sagte Van der Hoorn völlig überwältigt im Ziel.

Den Sprint des Feldes um Platz zwei gewann Davide Cimolai (Israel Start-Up Nation) vor Peter Sagan (Bora-hansgrohe). Auftaktsieger Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) erreichte im Feld das Ziel und bleibt in Rosa.

So lief das Rennen

Kurz nach dem Start setzten sich acht Fahrer ab. Samuele Rivi (Eolo-Kometa Cycling Team), Alexis Gougeard (AG2R Citroën), Andrii Ponomar & Simon Pellaud (Androni Giocattoli-Sidermec), Samuele Zoccarato (Bardiani-CSF-Faizane), Vincenzo Albanese (Eolo-Kometa), Lars van den Berg (Groupama-FDJ) und Taco Van Der Hoorn (Intermarché-Wanty-Gobert Matériaux) fuhren schnell einige Minuten Vorsprung heraus.

An der ersten Sprintwertung war Pellaud der Erste. Die erste Bergwertung holte Albanese und baute die Führung in der Sonderwertung aus. Das Feld lag rund 60 Kilometer vor dem Ziel noch gut drei Minuten zurück.

Rund 50 Kilometer vor dem Ziel erhöhte das Team Bora-hansgrohe das Tempo im zweiten Anstieg. Und einige Sprinter mussten reißen lassen. Dylan Groenewegen, Caleb Ewan und weitere schnelle Männer fielen zurück. Auch Giacomo Nizzolo verlor wenige Kilometer vor dem Gipfel den Anschluss. Bora-hansgrohe arbeitete weiter hart an der Spitze des Rennens und bekam wenig Unterstützung bei der Nachführarbeit.

An der letzten Bergwertung holte sich Pellaud die drei Zähler. Albanese sicherte sich einen Punkt. Pellaud griff 17 Kilometer vor dem Ziel an und nur Taco van der Hoorn konnte folgen. Dann hängte Taco van der Hoorn auch den Schweizer ab und fuhr als Solist zum größten Sieg seiner Karriere.