Joe Dombrowski (UAE) hat die fünfte Etappe des 104. Giro d’Italia gewonnen. Der 29-jährige US-Amerikaner siegte nach 187 Kilometern von Piacenza nach Sestola als Solist. Zweiter wurde Alessandro De Marchi (Israel Start-Up Nation), der sich damit auch das Rosa Trikot holte. Tagesdritter wurde Filippo Fiorelli (Bardiani-CSF-Faizanè).

Gemeinsam mit rund 20 anderen Fahrern hatten sie sich zu Beginn der Etappe aus dem Feld abgesetzt und bei strömendem Regen schnell einen größeren Vorsprung herausgefahren. Am Ende holte das Feld der Favoriten zwar mächtig auf, aber insgesamt 10 Ausreißer konnten sich noch vor dem Feld ins Ziel retten.

Im letzten Anstieg kam es auch in der Favoritengruppe zu Attacken. Giulio Ciccone (Trek-Segafredo) setzte den ersten Angriff, dann attackierte Mikel Landa (Bahrian-Victorious) und löste sich. Wenige später schlossen Egan Bernal (Ineos Grenadiers), Alexandr Vlasov (Astana), Hugh Carthy (EF Education-Nippo) zu Landa auf. Der Rest der Favoriten konnte nicht folgen.

Am Ende holte die Gruppe um Bernal neun Sekunden auf die Verfolger um Simon Yates (BikeExchange) und Remco Evenepoel (Deceuninck-QuickStep) raus. Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) erreichte an der Seite von Vincenzo Nibali (Trek-Segafredo) und Jai Hindley (DSM) 34 Sekunden nach Bernal das Ziel.


So lief das Rennen

Bei strömendem Regen dauerte es einige Kilometer, ehe die große Gruppe des Tages stand.

Die Gruppe: Rein Taaramäe, Quinten Hermans (Intermarché-Wanty-Gobert), Filippo Zana, Samuele Zoccarato, Filippo Fiorelli (Bardiani-CSF-Faizanè), Marton Dina & Francesco Gavazzi (EOLO-Kometa), Nicolas Edet (Cofidis), Alessandro De Marchi (Israel Start-Up Nation), Amanuel Ghebreigzabhier, Jacopo Mosca, Koen De Kort (Trek-Segafredo), Joe Dombrowski & Valerio Conti (UAE Team Emirates), Victor Campenaerts (Qhubeka-Assos), Andrea Vendrame (AG2R Citroën), Nicola Venchiarutti, Filippo Tagliani (Androni-Sidermec), Jan Tratnik (Bahrain-Victorious), Pieter Serry (Deceuninck-QuickStep), Nelson Oliveira (Movistar) Attila Valter (Groupama-FDJ), Christopher Juul-Jensen (Team BikeExchange), Louis Vervaeke (Alpecin-Fenix), Nico Denz (Team DSM). Im Feld machten Astana und Ineos Grenadiers das Tempo.

An der Sprintwertung, rund 100 Km vor dem Ziel, holte sich Tagliani die Maximal-Punktezahl. An der ersten Bergwertung war Gavazzi als Erster.

In der Abfahrt nach der Bergwertung zerfiel die Spitzengruppe. Taaramäe, Hermans & Juul-Jensen setzten sich ab. Das Feld lag 67km vor dem Ziel fast 6 Minuten zurück. Juul-Jensen beteiligte sich nicht an der Tempoarbeit und ließ die beiden Intermarché-Wanty-Gobert-Profis die Arbeit machen.

Rund 45 Kilometer vor dem Ziel konnte Hermans an der Spitze nicht mehr folgen. So gingen Taaramäe und Juul-Jensen mit fast zwei Minuten Vorsprung auf die ehemaligen Begleiter und mehr als 8 Minuten Vorsprung auf das Feld ins Finale.

Finale

Rund 42 Kilometer vor dem Ziel lösten sich im Anstieg Louis Vervaeke, Alessandro De Marchi, Nicolas Edet und Joe Dombrowski aus der Verfolgergruppe. In der Abfahrt schlossen dann weitere Fahrer auf.

Auf die letzten 15 Kilometer ging das Spitzenduo mit etwa 1:22 min Vorsprung auf die Gruppe um Dombrowski. Das Feld hatte sich durch die Tempoarbeit von Deceuninck-QuickStep und vor allem Bahrain-Victorious bereits sehr ausgedünnt.

In der letzten Steigung, rund vier Kilometer vor dem Ziel schlossen Dombrowski und De Marchi zum Spitzenduo auf und zogen vorbei. Dombrowski setzte sich wenig später ab und holte den Sieg. De Marchi stürmte als Zweiter ins Rosa Trikot.

Aus dem Feld griff Mikel Landa kurz vor der letzten Bergwertung an und setzte sich ab. Bernal, Carthy und Vlasov setzten nach und erreichten gemeinsam mit Landa und dem zuvor ausgerissenen Ciccone den Gipfel des Anstiegs. Am Ende hatte sie dann neun Sekunden Vorsprung auf die Verfolger um Yates und Evenepoel.