Der Giro d’Italia startet mit einer interessanten Etappe in die Schlusswoche. Die erste Hälfte der Etappe ist wenig anspruchsvoll, aber das Finale hat es in sich. Zwei schwere Berge gilt es zu bewältigen, vor allem die Schlusssteigung ist happig.

Es könnte ein guter Tag für Ausreißer sein, aber vielleicht bläst auch eines der Favoriten-Teams zum Großangriff. Vielleicht bekommen die Fans auch zwei Rennen in einem geboten – während vielleicht die Ausreißer um den Tagessieg kämpfen, werden die Klassementfahrer ganz sicher im Schlussanstieg Attacken starten.


Die Strecke

Karte der 17. Etappe des Giro 2021

Die Etappe ist 193 Kilometer lang und hat fast 3500 Höhenmeter. Zu Beginn geht es bergab, was es für Fahrer, die unbedingt in die Gruppe des Tages wollen, schwer macht. Denn bei einem hohen Grundtempo die Attacken mitzugehen, ist sehr schwierig. Vielleicht sehen wir hier ein Team, das mit mehreren Fahrer in Zusammenarbeit versucht, eine Gruppe zu initiieren.

Nach fast 60 Kilometern steht die erste Bergwertung an – wird es eine extrem schnelle Anfangsphase, in der viele Fahrer in die Gruppe wollen, könnte das Feld sogar geschlossen in diesen Anstieg gehen.

Nach einer Abfahrt, den zwei Sprintwertungen und einer langen Flachpassage geht es ins schwere Finale.

Der erste schwere Anstieg des Tages ist der Passo di San Valentino. Fast 15 Km lang und mit im Schnitt 8% durchaus anspruchsvoll.

Es gibt immer wieder steilere Passagen, aber auch moderat steile Abschnitte.

Die Abfahrt ist lang, hat einige Kurven, aber das Gelände ist größtenteils offen und die Kurven sind gut einzusehen. Ist das Tal erreicht, geht es fast 9 Kilometer flach zur Schlusssteigung.

Der finale Anstieg des Tages ist 11,2 km lang und hat im Schnitt fast 10%.

Es gibt mehrere kurze Abschnitte mit moderater Steigung, aber eben auch Rampen mit fast 20%.

Direkt die ersten sechs Kilometer sind mehr als 10% steil und haben einige enge Kurven.

Es ist eine schmale Straße durch den Wald. Erst im oberen Teil ist das Gelände offen. Da wird es dann auch auf den letzten Kilometern flacher.

Im Mittelteil wird es garstig. Nach einem kurzen flacherern Abschnitt kündigt ein 20%-Schild den schwierigsten Teil des Anstiegs an. In den Kurven ist es sehr steil und wer angreifen möchte, findet hier mehrere ideale Stellen für eine Attacke.

Im oberen Teil geht es lange geradeaus und die letzten 1,5 Kilometer sind nur noch wenig steil. Arbeiten hier Gruppen zusammen, sind sie gegenüber einzelnen Fahrern im Vorteil.

Die Sprintwertungen:
km 91.3 Trento
km 121.6 Mori

Die Bergwertungen:
km 57.9 – Sveseri – m 1096 (3a cat.)
km 155.2 – Passo di San Valentino – m 1315 (1a cat.)
km 193 – Sega di Ala – m 1246 (1a cat.-arrivo)

Die Favoriten

Die Chancen für Ausreißer stehen erneut gut. Man darf also einen harten Kampf um die Gruppe des Tages erwarten. Kandidaten für einen Erfolg aus einer Gruppe gibt es einige. Matteo Fabbro und Felix Großschartner gehören sicher dazu, nachdem Kapitän Emanuel Buchmann ausgeschieden ist. Aber auch Koen Bouwman, George Bennett, Lorenzo Fortunato, Bauke Mollema und Geoffrey Bouchard sind heiße Kandidaten. Auch Vincenzo Nibali könnte ein Auge auf diese Etappe geworfen haben, nachdem er im Gesamtklassement keine Rolle mehr spielt. Auf Dan Martin, Antonio Pedrero und trifft das ebenso zu.

*****–
**** Vincenzo Nibali, Dan Martin
*** George Bennett, Felix Großschartner, Giulio Ciccone
** Davide Villella, Pello Bilbao, Antonio Pedrero, Matteo Fabbro
* Egan Bernal, Davide Formolo, Simon Yates, Gianluca Brambilla

Start: 12:00 Uhr
Ziel: 17:30 Uhr


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