8. Etappe | Tour de France 2021 | Profil, Karte, Berge, Favoriten – Vorschau

Das achte Teilstück der Tour de France 2021 ist die erste Bergetappe. Es könnte ein packendes Rennen werden.

Profil der 8. Etappe der Tour de France 2021

Nun geht es in die Alpen. Diese achte Etappe ist die erste von nur zwei Alpenetappen dieser Tour de France. Es ist die leichtere der beiden. Mit 150 Kilometern recht kurz, aber die Fahrer werden auf rund 3500 Höhenmeter kommen. Direkt nach dem Start geht es bergauf, sodass sich wohl eine stark besetzte Ausreißergruppe formieren kann. Der Mittelteil der Etappe ist nicht superschwer, aber die letzten rund 55 Kilometer haben es dann in sich. Drei Anstiege der 1. Kategorie stehen nacheinander an, nur von kurzen Abfahrten getrennt. Zum Ziel geht es dann bergab nach Le Grand-Bornand, wo Linus Gerdemann 2007 das Gelbe Trikot holte.

Sicher werden einige Fahrer die Anstrengungen der 7. Etappe spüren. Tadej Pogacar musste seine Helfer voll einspannen und wird vielleicht nur wenige Teamkameraden an seiner Seite haben, wenn es ins Finale geht. Das könnte die Konkurrenz versuchen auszunutzen. Denn ist es Pogacar selbst, der seine Kräfte in der Nachführarbeit verschleißen muss, ist er angreifbar. Vielleicht schickt auch die Konkurrenz Helfer in die Gruppe des Tages um dann später aus dem Feld angreifen zu können.

Möglicherweise sehen wir zwei Rennen in einem. Eines um den Tagessieg, das andere im Kampf um den Gesamtsieg. Die Etappe ist zwar recht kurz, aber sollte im Mittelteil im Feld eher moderat gefahren werden, könnten starke Ausreißer mit reichlich Vorsprung ins Finale gehen. Es könnte eine unterhaltsame Etappe werden, auch wenn die Klassementfahrer wissen, dass am Sonntag ein sehr schweres Teilstück auf sie wartet und sie ganz sicher mit den Kräften ein wenig haushalten wollen.


Die Strecke

Karte der 8. Etappe der Tour de France 2021

Direkt nach dem Start geht es bergan. Etwa sechs Kilometer mit 6%. Hier wird es für die schweren Sprinter unangenehm und sie werden hoffen, dass sich die Gruppe des Tages schnell formiert. Durch den anspruchsvollen Start sind eher bergfeste Fahrer in der Gruppe des Tages zu erwarten. Es folgt eine längere Abfahrt und es geht wellig bis zum Sprint des Tages.

Nach rund 60 Kilometern gibt es den ersten kategorisierten Anstieg. Wenig später die zweite Bergwertung. Doch erst rund 60 Kilometer vor dem Ziel wird es richtig anspruchsvoll. Dann folgen drei Anstiege der 1. Kategorie kurz nacheinander.

Der Anstieg zur Côte de Mont-Saxonnex ist der erste schwere Berg des Tages. Es geht immerhin fast sechs Kilometer mit 8% bergauf. Nicht ohne Grund ist es ein Berg der ersten Kategorie. Vom Gipfel sind es noch etwas mehr als 46 Kilometer bis ins Ziel.

Es folgt eine etwa acht Kilometer lange Abfahrt, ehe es in das Finale der Etappe mit Col de Romme und Col de la Colombiere geht.

Die beiden Anstiege sind nur durch eine kurze (4,5 km) Abfahrt getrennt. Der Col de Romme ist direkt unten recht steil. Der erste Kilometer hat gleich mehr als 10% Steigung. Es ist insgesamt der schwerere Anstieg, im Vergleich mit dem Colombiere. Doch beim Colombiere sind es die letzten 4-5 Kilometer, die steil sind.

Die Kombination dieser Anstiege macht das Finale schwer. Am Gipfel des Colombiere gibt es zudem Bonussekunden zu holen.

Von dort sind es noch knapp 15 Kilometer bis ins Etappenziel. Die meisten davon geht es bergab. Nur auf dem letzten Kilometer steigt die Straße wieder etwas an.

Die letzten Kilometer der 8. Etappe

Die Bergwertungen:
Kat 3 | Km 61.9 – Côte de Copponex (6.5km at 4.4%)
Kat 4 | Km 72.5 Côte de Menthonnex-en-Bornes (2.7km at 4.9%)
Kat 1 | Km 104 – Côte de Mont-Saxonnex (5.7km at 8.3%)
Kat 1 | Km 122.1 – Col de Romme (8.8km at 8.9%)
Kat 1 | Km 136.1 – Col de la Colombière (7.5km at 8.5%)

Sprintwertung:
KM 44.8 – FRANGY

Die Favoriten

Auch wenn die Etappe recht kurz ist, haben Ausreißer eine gute Chance durchzukommen. Bergfeste Fahrer mit reichlich Rückstand in der Gesamtwertung gibt es einige! Simon Yates, Pello Bilbao, Emanuel Buchmann, Wout Poels, Kenny Elissonde, Nairo Quintana, Simon Geschke, Ruben Guerreiro, Anthony Perez, Jesús Herrada, Daniel Martin, Tiesj Benoot …

Es kann aber auch sein, dass im Feld solch Tempo angeschlagen wird, dass die Ausreißer im Finale noch in Reichweite sind. Dann sind wohl Tadej Pogacar, Richard Carapaz, Rigoberto Uran und Co. die Favoriten auf den Tagessieg. Der endschnelle Pogacar könnte sich den nächsten Sieg holen und einen Pflock in die Gesamtwertung rammen.

***** –
**** T. Pogacar
*** R. Carapaz, D. Martin, M. Woods, J. Herrada, P. Bilbao
** P. Bilbao W. Poels, A. Lutsenko, S. Yates, P. Latour, MA Lopez, T. Benoot
* S. Geschke, I. Izagirre, G. Martin, J. Fuglsang, J. Alaphilippe, A. Lutsenko

Start: 13:10 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr


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