
Los geht’s – die letzte Grand Tour der Saison beginnt am Samstag mit einem Einzelzeitfahren in Burgos. Diese erste Etappe ist nur etwas mehr als sieben Kilometer lang, für die Fahrer im Kampf um die Gesamtwertung aber enorm wichtig. Auch wenn noch viele Bergetappen im weiteren Verlauf anstehen – keiner der Favoriten will mit einem Misserfolg in die Vuelta starten und wird auf dem welligen Parcours alles geben. Die Abstände werden wohl nicht riesig sein, aber 15-20 Sekunden können im weiteren Verlauf des Rennens extrem wertvoll sein.
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Bei diesem kurzen Auftaktzeitfahren gibt es wohl nur eine Devise: Vollgas ab Start. Denn kurz nach dem Start geht es bergauf. Zu arg Überziehen darf man dennoch nicht, denn bei der zu erwartenden Hitze, auch wenn das TT am Abend ausgetragen wird, kann sich das schnell rächen.
Die Strecke

Start und Ziel liegen nur wenige Metern voneinander entfernt, an er Catedral de Burgos. Nur die ersten 200 Meter sind flach, dann beginnt die Steigung. In mehreren Stufen geht es hinauf. Zunächst 400 Meter mit rund 4%, dann nach einer scharfen Rechtskurve und einem kurzen Flachstück wieder kurz mit ~5% und nach einem weiteren kurzen Flachstück geht es dann für mehr als 600 Meter mit 6,5% bergauf. Es folgt eine kurze Abfahrt und dann geht es zum Castillo de Burgos wieder rund 500 Meter mit 5% bergauf.
Nach 2,5 Kilometern ist man endgültig oben und es geht wieder hinab. Wer in diesem Anstieg die schnellste Zeit schafft, bekommt das Bergtrikot! Die letzten 5 Kilometer sind flach und abgesehen von 2-3 Kurven wenig anspruchsvoll. Hier kommt es auch auf die Kraft an.
Die Favoriten
Dieses Zeitfahren scheint ideal für Titelverteidiger Primoz Roglic. Der Beginn mit einem Anstieg mit engen Kurven, aus denen man herausbeschleunigen muss, ist für einen explosiven und kletterstarken Fahrer ideal. Dazu verfügt Roglic über ein beeindruckendes Leistungsvermögen und ist im Kampf gegen die Uhr extrem stark. Roglic ist sicher der Mann, den es zu schlagen gilt, will man sich das erste Rote Trikot dieser Rundfahrt sichern.
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Aber es gibt weitere starke Zeitfahrer im Rennen. Jan Tratnik beispielsweise dürfte dieser Parcours sicher auch liegen. Oder auch explosive Fahrer, die bei kurzen Zeitfahren ihre Stärke ausspielen können. Michael Matthews beispielsweise. Oder der sehr endschnelle und vor allem bergab extrem schnelle Alex Aranburu. Magnus Cort darf man auch ein gute TT zutrauen.
Zu was Tom Pidcock in der Lage ist, bleibt abzuwarten. Aber der MTB-Olympiasieger und exzellente Crosser ist extrem explosiv und bergauf stark. Eine Top-Platzierung von ihm wäre keine Sensation!
Ähnliches gilt für den 20-jährigen Quinn Simmons. Der US-Amerikaner bestreitet seine erste Grand Tour und hat im Vorfeld gezeigt, dass er in exzellenter Verfassung ist. Dieser Parcours dürfte für seine Fähigkeiten ebenfalls nahezu ideal sein.
Mit Josef Černý, Nelson Oliveira, Lawson Craddock oder auch Maximilian Schachmann sind weitere gute Zeitfahrer dabei. Schachmann dürfte dieser Parcours auch liegen.
***** Primoz Roglic
**** Tom Pidcock, Magnus Cort
*** Jan Tratnik, Max Schachmann, Michael Matthews
** Ion Izagirre, Quinn Simmons, Adam Yates, Alex Aranburu
* Lawson Craddock, Gino Mäder, Nelson Oliveira, Nathan van Hooydonck
Start 1. Fahrer: 17:44 Uhr
Ziel letzter Fahrer: ~ 20:55 Uhr


