Vuelta 2021: Vorschau auf Etappe 6 – lange Anfahrt, kniffliges Bergauf-Finale

Profil der 6. Etappe der Vuelta 2021

Das Finale der sechsten Etappe verspricht Spannung. Zum Ziel geht es eine kurze, aber steile Rampe hinauf. Für die Sprinter ist das Finale zu schwer, für die Klassementfahrer geht es vielleicht um ein paar Sekunden, aber ein Großangriff ist bei der rund 2 Kilometer langen Rampe wenig erfolgversprechend. So könnte diese Etappe eine sehr gute Chance für Ausreißer sein.

Formiert sich früh eine große Gruppe, wird man sich im Feld schon die Frage stellen, wer denn die Nachführarbeit leisten soll. Trek-Segafredo wäre eine kleine Gruppe die den Tagessieg holt wohl gar nicht unrecht, denn Leader Kenny Elissonde hat nur fünf Sekunden Vorsprung auf Primoz Roglic, der bei dieser Ankunft aus dem Feld heraus sicher einer der Stärksten ist. Roglic selbst will den Gesamtsieg einfahren, da wird er wohl sein Team lieber noch schonen wollen. Das gilt wohl auch für Ineos Grenadiers.

Vor fünf Jahren wäre vielleicht das Movistar-Team den Ausreißern nachgefahren, denn Alejandro Valverde war über nahezu ein Jahrzehnt bei solchen Ankünften der fast sichere Sieger. Doch mit zarten 41 Jahren ist Valverde nicht mehr ganz so explosiv wie früher.

Die Chancen für Ausreißer stehen also nicht schlecht, doch die Schlussrampe ist nicht die einzige Schwierigkeit des Tages. Es geht im zweiten Teil der Etappe entlang der Küste und dort könnte der Wind heftig von der Seite wehen. Im Feld wird es sicher nervös.



Die Strecke

Karte der 6. Etappe der Vuelta 2021

Das Peloton erreicht am Donnerstag die Mittelmeerküste. Die ersten Kilometer geht es tendenziell leicht bergab, so wird es vielleicht etwas dauern, bis sich die Gruppe des Tages formiert. Rund 65 Kilometer vor dem Ziel ist Valencia erreicht und anschließend geht es entlang der Küste gen Süden. Dort bläst der Wind zunächst von schräg vorn, aber es wird im Finale eine kleine Schleife gefahren, sodass rund 15 Kilometer vor dem Ziel in einer Passage der Wind von schräg hinten kommt. Schiebekante ist besonders unangenehm und gefährlich.

Die Schlusssteigung ist rund zwei Kilometer lang und sehr steil. Sie ist vergleichbar mit der Redoute vom Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich.

Finale der 6. Etappe

 

Sprintwertung:
Km 98,3 PINEDO 

Bergwertungen:
Alto de la Montana de Cullera | Km 158,3 (1,9 km, 9,4%)

 

Die Favoriten

Die Chancen für Ausreißer stehen ganz gut. Für die Gruppe kommen natürlich sehr viele Fahrer in Frage, da das halbe Feld bereits einen großen Abstand in der Gesamtwertung hat. Auch Guillaume Martin, Dani Navarro, Gianluca Brambilla und James Knox sind bereits einige Minuten zurück. Joe Dombrowski, Mauri Vansevenant und Jesus Herrada haben sogar noch größeren Rückstand. Doch für Bergfahrer wird es vielleicht nicht so leicht, auf zunächst abfallenden Terrain in die Gruppe zu kommen. Luis Leon Sanchez ist in exzellenter Form und wird vielleicht von Astana freie Fahrt bekommen. Matthew Holmes, Max Schachmann und Michael Storer wären in der Schlussrampe aus einer Ausreißergruppe sicher heiße Favoriten auf den Sieg.

Sprintet das Feld hinauf zum Ziel um den Tagessieg sind es wohl Primoz Roglic, Alejandro Valverde, Guilio Ciccone und die Puncheure, die zu den Favoriten zählen.

***** –
**** Omar Fraile, Luis Leon Sanchez, Michael Storer
*** Mauro Vansevenant, Simon Carr, Gianluca Brambilla, Carlos Verona, Joe Dombrowski
** Primoz Roglic, Alejandro Valverde, Giulio Ciccone, Harm Vanhoucke, Andrea Bagioli, Jesus Herrada
* Alex Aranburu, Max Schachmann, Jonathan Caicedom, Jan Tratnik, Matthew Holmes

Start: 13:55 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr


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