Vuelta 2021: Profil, Anstiege, Karte – Vorschau auf Etappe 10 –  Ein Tag für Ausreißer

Die 10. Etappe der Vuelta führt von Roquetas de Mar nach Rincón de la Victoria. Der Großteil der 189 Kilometer ist flach, aber Finale wartet ein längerer Anstieg.

Profil der 10. Etappe der Vuelta 2021

Nach dem Ruhetag geht es im Süden Spaniens weiter. Diese 10. Etappe dürfte eine gute Chance für Ausreißer sein. Denn es geht zwar zunächst viele Kilometer flach an der Küste entlang, doch im Finale geht es in einer kleinen Schleife weg vom Meer über einen Anstieg der 2. Kategorie. Dieser Berg dürfte für die Sprinter zu schwer sein, sodass sich die Teams von Jasper Philipsen und Fabio Jakobsen wohl eher nicht an der Nachführarbeit beteiligen werden. Dass einer der Klassementfahrer sein Team einspannen wird, um den Ausreißern hinterherzujagen ist auch nicht unbedingt zu warten. So stellt sich die Frage, wer im Feld derart Kräfte investieren wird, um die Gruppe des Tages zurückzuholen.

Je besser die Aussichten auf eine erfolgreiche Flucht sind, umso mehr Fahrer sehen ihre Chance und versuchen es in die Gruppe zu kommen. Das führt dann meist zu einer schnellen Anfangsphase, in der es einen harten Kampf um die Gruppe gibt.

Auch die Klassementfahrer sollten im Finale hellwach sein. Denn diese Steigung kurz vor dem Ziel ist nicht zu unterschätzen. In oberen Teil geht es für rund 4 Kilometer mit 9,5% bergan und die Abfahrt ist nicht zu unterschätzen! Wer nach dem Ruhetag noch nicht wieder den richtigen Tritt gefunden hat, kann schnell einige Sekunden verlieren.



Die Strecke

Karte der 10. Etappe der Vuelta 2021

Keine zweieinhalbtausend Höhenmeter hat diese fast 200 km lange Etappe. Die ersten 160 km ist es größtenteils flach, auch wenn es immer mal wieder kurze Anstiege entlang der Küste gibt. Doch etwa 28 Kilometer vor dem Ziel wird das Finale eröffnet – dann geht es zum einzigen kategorisierten Anstieg des Tages. Der Puerto de Almachar ist mit 10 km Länge bei 4,5% Steigung angegebenen. Das klingt wenig furchterregend, doch im oberen Teil des Anstiegs gibt es eine Passage von mehr als 4 Kilometer, wo es mit fast 10% giftig steil ist. Wer gute Beine hat, kann hier sicher angreifen.

Vom Gipfel sind es noch 15 Kilometer bis ins Ziel, die meisten davon geht es eine anspruchsvolle Abfahrt hinab zur Küste. In der Anfahrt zum Ziel gibt es einige Kurven, bei denen man aufmerksam sein muss. Der letzte Kilometer ist dann flach entlang der Küste.

Finale der 10. Etappe der Vuelta 2021

 

Bergwertung:
Km 172,9 PUERTO DE ALMÁCHAR (10,9 km/4,9%) Bonificado

Sprintwertung:
KM 150 TORRE DEL MAR

Die Favoriten

Die Etappe scheint wie gemacht für Ausreißer. Mit dem durchaus anspruchsvollen Anstieg im Finale kommen wohl nur bergfeste Fahrer für den Tagessieg in Frage. Doch auch die Abfahrt zum Ziel hat es in sich – exzellente Abfahrer können hier sicher einiges an Zeit gutmachen.

Alex Aranburu ist sowohl bergfest, als auch endschnell und bergab exzellent – doch die Konkurrenz weiß um seine Qualitäten. Michael Matthews ist ebenfalls ein Fahrer, dem dieses Terrain entgegen kommt und der im Sprint einer kleinen Gruppe beste Siegchancen hat. Das gilt auch für Matteo Trentin. 

Das größte Problem für gute Kletterer dürfte die Startphase sein – es wird sicher einen harten Kampf um die Gruppe geben und es wird nicht leicht dabei zu sein, wenn die Gruppe des Tages entsteht. Leichtgewicht Rémy Rochas wäre im Finale ebenso ein Fahrer, der am letzten Anstieg seine Begleiter abhängen könnte – falls er in der Gruppe des Tages ist.

Joan Bou, Julen Amezqueta, Lilian Calmejane oder Kenny Elissonde wären ebenfalls Fahrer, die aus einer Fluchtgruppe im Finale erfolgreich sein könnten.

*****
**** Alex Aranburu, Michael Matthews 
*** Andrea Bagioli, Matteo Trentin, Mark Padun, Gianluca Brambilla
** Mauri Vansevenant, Magnus Cort, Andreas Kron, Luis Leon Sanchez, Rémy Rochas, Julen Amezqueta
* Jan Tratnik, Max Schachmann, Jesús Herrada, Omar Fraile, Giuolio Ciccone, Michael Storer, Nico Denz, , Álvaro Cuadros

Start: 12:45 Uhr
Ziel: ~ 17:30 Uhr


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