Vuelta 2021: Profil, Karte, Favoriten – Vorschau auf Etappe 19 | Ausreißertag

Profil der 19. Etappe der Vuelta 2021

Nach der Königsetappe am Donnerstag geht es nun weniger bergig weiter. Doch diese 19. Etappe ist nicht zu unterschätzen. Denn mit mehr als 190 Kilometern ist es ein langes Teilstück und bei fast 3500 Höhenmeter ist es definitiv keine Flachetappe.

Dennoch, für die Klassementfahrer wird es nach zwei Monster-Etappen sicher ruhiger werden. Denn das Terrain ist nur zu Beginn recht anspruchsvoll. So werden sie am Freitag wohl etwas Kräfte sammeln, bevor sie am Samstag und auch am Sonntag voll gefordert sind.

Für die Sprinter ist der anspruchsvolle Beginn zu bergig. So wird sich hier wohl eine große und stark besetzte Gruppe bilden, die dann auch sehr gute Chancen hat, durchzukommen. Denn selbst wenn sich 2-3 Teams finden sollten, die nachsetzen, dürfte es sehr schwer sein, eine größere Gruppe zurückzuholen. Diese Überlegungen stellen natürlich auch die Teams an und so wird man vielleicht lieber einen Fahrer mit in die Gruppe senden.

Viele Fahrer sind nach drei schweren Wochen müde, aber dies ist für viele von ihnen die letzte große Chance. Ganz sicher werden einige alle Körner zusammenkratzen und alles auf die Straße hauen, was noch da ist.



Die Strecke

Karte der 19. Etappe der Vuelta 2021

Von der Küste geht es ins Landesinnere. Den ganzen Tag gen Süden. Vor allem die ersten Kilometer sind anspruchsvoll, nach wenigen Kilometern beginnt die erste Steigung. Der lto da Sela d’Entorcisa ist kein Monsterberg, aber mit 10 Kilometern recht lang. Es folgt nur eine kurze Abfahrt und die schwierigste Steigung des Tages beginnt. Da geht es erneut 10 Kilometer bergan, diesmal aber mit rund 6% zum Gipfel des lto da Garganta. Erneut gehts bergab und dann direkt erneut 11 km bergan zur letzten Bergwertung des Tages.

Rund 130 Kilometer vor dem Ziel ist dann die letzte echte Steigung des Tages geschafft und es geht wellig in Richtung Ziel.

Die Zielanfahrt ist nicht super anspruchsvoll, auch wenn es durch einige Kurven und Kreisverkehre geht.

Finale der 19. Etappe der Vuelta 2021

Bergwertungen:
Km 21,9 ALTO DA SELA D’ENTORCISA (9,9 km, 3,9%)
Km 34,5 ALTO DA GARGANTA (10,3 km, 5,6%)
Km 60,9 ALTO DE BARBEITOS (11,8 km, 3,8%)

Sprintwertung:
Km 163,6 OURAL. Bonificado

Die Favoriten

Diese Etappe bietet extrem vielen Fahrer eine gute Chance. Da sind die endschnellen, aber bergfesten Fahrer wie Michael Matthews, Magnus Cort oder Matteo Trentin. Klar, sind sie in der Gruppe, wollen viele der Fluchtkollegen sie im Finale abhängen – aber da können Teamkollegen sehr hilfreich sein. Dazu sind die Klassikerfahrer und Rouleure an diesem Tag natürlich auch zu beachten. Stan Dewulf, Andrea Bagioli, Mauri Vansevenant, Tom Pidcock, Zdeněk Štybar oder Andreas Kron sind heiße Kandidaten. Lawson Craddock, Jan Tratnik oder Nathan Van Hooydonck sind sehr tempohart. Wobei Van Hooydonck wohl für seinen Kapitän Primoz Roglic im Feld arbeiten muss. Auch Nico Denz zählt auf dieser Etappe zu den Fahrern, die seltenen Freigang bekommen. Der Südbadener hat sich während der Vuelta bislang voll für Romain Bardet und vor allem Alberto Dainese aufgeopfert. Doch für beide ist diese Etappe wohl nix, sodass sich für Denz vielleicht die einmalige Chance bei dieser Vuelta bietet, sich ganz vorn zeigen zu dürfen.

***** – 
**** Matteo Trentin
*** Michael Matthews, Magnus Cort
** Stan Dewulf, Nico Denz, Andrea Bagioli
* Lawson Craddock, Jan Tratnik, Mauri Vansevenant, Tom Pidcock, Zdeněk Štybar

Start: 12:30 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr


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