Thymen Arensman

Thymen Arensman (DSM) hat die 15. Etappe der 77. Vuelta a España gewonnen. Der 22-jährige Niederländer gehörte auf der 153 Kilometer langen Etappe von Martos in die Sierra Nevada zur Ausreißergruppe des Tages. In der langen Schlusssteigung war er der stärkste Ausreißer und siegte als Solist. Er verbessert sich damit auch in der Gesamtwertung, wo er nun auf Rang acht liegt.

In der Gruppe der Favoriten auf den Gesamtsieg kam es zum erwarteten Schlagabtausch. Enric Mas (Movistar) und Miguel Angel Lopez (Astana) lösten sich weit vor dem Ziel und erreichten knapp eineinhalb Minuten nach Sieger Arensman das Ziel. Mas sicherte sich Rang zwei und sechs Bonussekunden. Lopez erreichte kurz nach Mas als Dritter das Ziel. Dahinter hatte Leader Remco Evenepoel (QuickStep-AlphaVinyl) lange das Tempo bestimmt, wurde am Ende noch von Primož Roglič (Jumbo-Visma) und Ben O’Connor (AG2R Citroën) abgehängt.

Doch Evenepoel, der am Vortag noch rund 50 Sekunden auf Roglič eingebüßt hatte, konnte den Zeitverlust in Grenzen halten. Er verlor nur 15 Sekunden auf Roglič, seinen bislang gefährlichsten Konkurrenten um den Gesamtsieg. Auf Mas und Lopez büßte Evenepoel nur rund 40 Sekunden ein.

So geht Evenepoel als Gesamtführender in den Ruhetag am Montag. Er liegt nun 1:34 min vor Roglič. Mas als Gesamtdritter hat 2:01 Rückstand auf das Rote Trikot.

So lief das Rennen

Nach dem Start begannen die Attacken, es dauerte aber einige Kilometer, ehe sich die große und stark besetzte Ausreißergruppe des Tages bildete. 29 Fahrer setzten sich ab – mit dabei auch Thymen Arensman – mit etwas mehr als neun Minuten Rückstand auf Evenepoel der bestplatzierte Ausreißer. Schnell fuhren sie mehr als vier Minuten voraus.

Die Gruppe:
Jumbo-Visma: Dennis, Oomen
Astana Qazaqstan: De la Cruz, Nibali
Bahrain Victorious: Mäder, Wright
Bora-Hansgrohe: Hindley
Cofidis: Fernandez
EF Education-Easypost: Uran, Carthy
Groupama-FDJ: Molard, Reichenbach
Ineos Grenadiers: Carapaz
Intermarché-Wanty-Gobert: Meintjes
Israel Premier Tech: Goldstein
Movistar: Oliveira
Quick-Step Alpha Vinyl: Masnada, Vervaeke
BikeExchange-Jayco: Craddock
Team DSM: Aresnman
Trek-Segafredo: Pedersen, Tiberi
UAE Team Emirates: Soler, McNulty
Alpecin-Deceuninck: Meurisse, Vine
Euskatel-Euskadi: Azparren
Arkea Samsic: Gesbert

Im Feld machte QuickStep-AlphaVinyl das Tempo und der Vorsprung der Ausreißer wuchs nach und nach auf mehr als fünf Minuten. An der ersten Bergwertung holte sich Jay Vine die drei Zählern. Rund 80 Kilometer vor dem Ziel löste sich Craddock an der Spitze und fuhr allein voraus.

Als der Vorsprung der Ausreißer auf rund sechseinhalb Minuten angewachsen war, beteiligte sich im Feld auch das Team AG2R-Citroen bei der Nachführarbeit. Der Vorsprung der Ausreißer schmolz nach und nach zusammen.

Im vorletzten Anstieg (Alto del Purche) fiel die große Verfolgergruppe auseinander. Auch im Feld fielen immer mehr Fahrer zurück. Jay Vine löste sich aus der Verfolgergruppe und schloss kurz vor der Bergwertung zu Craddock auf und holte sich dann die 10 Punkte. Er baute damit die Führung in der Bergwertung aus. Das Feld erreichte rund viereinhalb Minuten nach Vine den Gipfel des Alto del Purche.

Bevor es in die Schlusssteigung ging, holten die Verfolger Vine und Craddock wieder ein. Jumbo-Visma machte das Tempo im Feld. Marc Soler löste sich aus der Fluchtgruppe und ging allein an der Spitze in die Schlusssteigung.

Im Feld zog Jumbo-Visma das Tempo abrupt an und das Feld zerfiel komplett. Es formierte sich eine kleine Gruppe mit Roglič, Evenpoel, Rodriguez, Mas, Meintjes, Lopez und O’Connor. Chris Harper (Jumbo-Visma) machte das Tempo. Nachdem Harper seine Arbeit beendet hatte, übernahm Roglič selbst die Tempoarbeit. Nur Evenpoel, Lopez, Mas und O’Connor konnten folgen.

Vervaek ließ sich zurückfallen in die Gruppe um Evenepoel und machte dort das Tempo für seinen Kapitän. Hinter dieser Gruppe fuhren Ayuso und Rodriguez gemeinsam, Joao Almeida konnte noch einmal aufschließen. Carapaz hatte sich zurückfallen lassen und machte dort das Tempo für seinen Teamkollegen Rodriguez.

Etwas mehr als 11 Kilometer vor dem Ziel attackierte Miguel Angel Lopez und löste sich aus der Gruppe um Evenepoel. Wenig später griff auch Mas an und konnte sich ebenso absetzen. De La Cruz ließ sich zurückfallen und spannte sich vor Lopez und Mas, der schnell aufgeschlossen hatte.

An der Spitze machte sich Thymen Arensman auf die Verfolgung von Soler und holte diesen sieben Kilometer vor dem Ende auch ein und hängte ihn ab. Dann zog er durch und holte sich den Tagessieg.

Mas und Lopez holten die anderen Ausreißer ein und ließen sie stehen. Sie erreichten rund eineinhalb Minuten nach Arensman das Ziel und konnten sich die Bonifikationen sichern. Dahinter griff kurz vor dem Ziel Roglič an und ließ Evenepoel stehen. So machte er noch einige Sekunden auf das Rote Trikot gut.

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Die noch anstehenden Etappen der Vuelta 2022:

Profil der 21. Etappe der Vuelta 2022

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