Tao is back

Hinter Tao Geoghegan Hart liegt eine schwierige Zeit. Seine Profi-Karriere nahm zunächst einen sehr guten Verlauf, bis zum Höhepunkt – dem Giro-Sieg 2020. Doch nach dem ganz großen Triumph folgten schwierige Phasen. Bei Paris-Nizza im Folgejahr stürzte er auf den Kopf. Er erlitt eine Gehirnerschütterung, die ihn länger beeinträchtigte. Er konnte nicht trainieren, kam im Frühjahr nicht in die Form, die er sich erhofft hatte, wurde zudem krank.
Es wurde kaum besser. Er kämpfte sich zurück, war wieder in guter Form, stürzte dann zu Beginn der Tour. Viel mehr als „Durchkämpfen bis Paris“ war im Juli nicht drin. Rückenprobleme kamen dazu. Das Jahr 2021, die Saison nach dem großen Triumph beim Giro war eines voller Rückschläge. Auch 2022 hatte er mit Krankheiten und Problemen zu kämpfen – das ging in der verrückten Saison 2022 fast dem gesamten Peloton so.
Nach zwei Jahren mit vielen Problemen und Rückschlägen ist der 27-Jährige nun nach einem guten Winter in die Saison 2023 gestartet. Es wurde ein Saisonauftakt, der nicht problemlos lief, aber ihm ganz sicher Zuversicht gibt. Auf der zweiten Etappe wurde er zurückversetzt, nachdem er sich im Sprint Platz verschaffte. Die Entscheidung der Jury ärgerte ihn, das war offensichtlich. Seine Form war aber gut genug, um den Frust sportlich abzubauen – er gewann die Königsetappe auf eine sehr beeindruckende Art und rückte nahe an das Gelbe Trikot heran. Dass er dann am Schlusstag trotz Sturz noch das Podium absicherte, wird ihm ebenso Bestätigung geben.
Tao Geoghegan Hart ist körperlich extrem stark, hat dazu eine schwierige Phase überwunden. Er sprach im Interview von Dankbarkeit, die er empfindet, diese Erfolge genießen zu können. Gut möglich, dass ihn das noch stärker macht. Bleibt er nun von weiteren Rückschlägen verschont, darf man von ihm in dieser Saison noch sehr viel erwarten.
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