Giro-Favoriten-Check I: Primoz Roglic

Das große Ziel von Primoz Roglic in diesem Jahr ist der Giro d’Italia. Der Slowene bereitet sich voll darauf vor, will vor dem Start am 6. Mai nur wenige Rennen fahren. Tirreno-Adriatico war der Auftakt für Roglic in die Saison und mit drei Etappenerfolgen und dem Gesamtsieg wird er sehr zufrieden sein. Dazu gewann er noch Punkte- und Bergwertung.
Die absolute Dominanz strahlte Roglic aber nicht aus. Er gewann das Etappenrennen dank der Zeitbonifikationen. Wie so oft konnte er seine Endschnelligkeit nutzen. Alle drei Etappensiege holte er im Sprint der Favoritengruppe. Bergauf stärker als seine Konkurrenz wirkte er nicht. Eher im Gegenteil. Enric Mas und auch Joao Almeida schienen mindestens auf Augenhöhe.
Beim Auftaktzeitfahren war Roglic langsamer als Almeida, allerdings herrschten da auch schwierige Bedingungen. Schaut man auf die Ergebnisliste des Tirreno-Adriatico, würde man Roglic klar zum Giro-Top-Favoriten machen. Doch so wie das Rennen lief, scheint er Fahrern wie Almeida nicht überlegen zu sein. Dazu wird in Italien die Konkurrenz nicht schwächer sein, Remco Evenepoel stößt auch noch hinzu.
Doch für Primoz Roglic war das „Rennen zwischen den Meeren“ der erste Einsatz seit seinem Sturz bei der Vuelta 2022. Es war ein überaus gelungener Saisoneinstand nach langer Pause und sturzbedingten Schwierigkeiten. Aus psychologischer Sicht hätte für ihn dieses Tirreno-Adratico wohl kaum besser laufen können.
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