Es ist bereits die 87. Auflage des „Wallonischen Pfeils“. Der Charakter des Flèche Wallonne ist auch in diesem Jahr unverändert. Die steile „Mauer von Huy“, mit dem Zielstrich am Ende des Anstiegs ist Wahrzeichen und Scharfrichter. Gestartet wird das Rennen in diesem Jahr in Herve, im Finale wird dann noch eine Schlussrunde zwei Mal gefahren. So muss die „Mur de Huy“ insgesamt drei Mal erklommen werden.
Traditionell wird das Rennen am Mittwoch zwischen Amstel Gold Race und Lüttich-Bastogne-Lüttich ausgetragen, mit 194,3 Kilometern ist es deutlich kürzer, als die anderen beiden Ardennen-Klassiker. Meist fällt die Entscheidung um den Sieg erst in der Steigung zum Ziel. Oft geht eine kleine Gruppe mit allen Favoriten gemeinsam in die steile Rampe zum Ziel – die Position vor der Steigung ist wichtig, hier sind Helfer von Vorteil.
In der „Mur de Huy“ müssen sich Fahrer die Kräfte gut einteilen. Jeder versucht seien Antritt bestmöglich zu timen, die für sich schnellste Auffahrt hinzulegen. Um dieses Rennen zu gewinnen muss man gut klettern, vor allem aber auch richtig tiefgehen können.
Fotogalerie: Flèche Wallonne – 24 Fotos aus 4 Jahrzehnten
Der große Favorit auf den Sieg ist wohl Amstel-Gewinner Tadej Pogacar. Er hat den Sieger von 2020, Marc Hirschi, im eigenen Team. Doch die Konkurrenz wird UAE den Sieg nicht kampflos überlassen. Von den Top7 des vergangenen Jahres sind nur Michael Woods und Ruben Guerreiro am Start. Woods wirkte bislang nicht so stark, doch das Rennen liegt ihm. Guerreiro liefert eine gute Saison, mit ihm ist erneut in den Top10 zu rechnen.
Die stärksten Rivalen für Pogacar dürften Tom Pidcock, David Gaudu und auch Enric Mas sein. Bora-hansgrohe schickt Sergio Higuita ins Rennen. Gespannt darf man auf das Team EF Education Easy-Post sein, die mit dem Amstel-Zweiter Ben Healy, aber auch Esteban Chaves und Neilson Powless antreten. Giulio Ciccone, Tiesj Benoot, Mattias Skjelmose, Andrea Bagioli, Pello Bilbao, James Knox und auch Victor Lafay sollte man ebenso auf dem Zettel haben.
Die Strecke
Karte des La Flèche Wallonne 2023
Nach dem Start in Herve östlich von Lüttich geht es zunächst südlich vorbei an Lüttich und über zwei kurze Anstiege. Ziemlich genau 100 Kilometer vor dem Ende wird dann der Parcours der Schlussrunde kurz vor der Côte d’Ereffe erreicht. Über die Côte de Cherave geht es dann nach Huy. Dann werden noch zwei 37,1 Kilometer lange Schlussrunden absolviert.
Das Rennen der Frauen ist 131 Kilometer lang und wird in drei Runden ausgetragen. Sie müssen die Mauer von Huy drei Mal bewältigen. Ihr Rennen startet bereits kurz nach halb neun. Das Ziel wird gegen 12 Uhr erwartet.
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