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Roglic – Rückschlag Nummer zwei

Primoz Roglic

Beim Team Jumbo-Visma ist in Sachen Giro der Wurm drin. Erst wird Wilco Kelderman nicht rechtzeitig fit, dann müssen Tobias Foss, Robert Gesink und Jos van Emden wegen Covid ersetzt werden. Dabei lief es bis vor wenigen Wochen noch sehr gut, vor allem für Kapitän Primoz Roglic. Doch nach dem Auftaktzeitfahren liegt der Slowene bereits 43 Sekunden hinter dem vermutlich größten Rivalen im Kampf um den Gesamtsieg zurück.

Roglic hat kein schlechtes Zeitfahren abgeliefert und 43 Sekunden sind bei noch 20 zu fahrenden Etappen kein aussichtsloser Rückstand, aber dennoch viel Zeit – und nach den vielen Ausfällen der zweite Rückschlag. Ganz sicher werden Roglic und seine Teamkollegen nicht die Flinte ins Korn werfen, aber diesen Auftakt nicht als großen Triumph verbuchen.

Dennoch steckt in diesem Ergebnis etwas Positives: Konnte man vorher von einem Zweikampf sprechen, demnach die Last der Rennkontrolle Soudal-QuickStep und Jumbo-Visma zuschreiben, hat dieser Giro nur noch einen ganz großen Favoriten – Remco Evenepoel. Roglic und sein Team sind nicht mehr in der Verantwortung, den Gruppen nachzujagen, die Konkurrenz in Schach zu halten – sie können es Evenepoel überlassen, ihr eigenes Team schonen. Ob das ein Vorteil für Jumbo-Visma ist, oder ein Nachteil für Evenepoel, liegt im Auge des Betrachters – für Jumbo-Visma geht es weiter um den Sieg, deshalb werden sie es vielleicht als Vorteil sehen.


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