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Ein verdienter Sieger

Sieger Skjelmose

Es fällt schwer, nach einem solchen Unglück eine sportliche Analyse zu verfassen, denn ein klarer Blick auf das Rennen war nach dem Tod von Gino Mäder schwer möglich. Am Ergebnis ablesbar ist die tolle Leistung von Mattias Skjelmose. Der 22-Jährige Däne gilt als Rundfahrten-Talent, holt bei der Tour de Suisse den größten Sieg seiner bisherigen Karriere. Beeindruckend war vor allem sein Abschlusszeitfahren. Er teilte sich das Rennen offenbar sehr gut ein, hatte am Ende große Reserven und verteidigte das Gelbe Trikot gegen einen unglaublich starken Juan Ayuso.

Skjelmose scheint das Potenzial zu besitzen, zu einem der besten Rundfahrer der Welt reifen zu können. Wie gut er über drei Wochen auf diesem Niveau fahren kann, bleibt abzuwarten – aber ein Sieg bei der Tour de Suisse ist der nächste Entwicklungsschritt dieses Talentes. In wenigen Tagen startet er voraussichtlich in seine erste Tour de France. Er wird Erfahrungen sammeln, sicher versuchen, bei den Allerbesten mitzufahren. Die Vorzeichen für die Tour sind andere, als bei seiner Grand-Tour-Premiere beim Giro 2022. Gut möglich, dass nach dieser Tour de France die Frage beantwortet ist, ob er auch „drei Wochen“ kann.

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