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Der blaue Traum ist aus

Simon Geschke hat auf der Königsetappe gezeigt, dass er „ich werde alles fürs Bergtrikot geben“ nicht einfach so dahingesagt hat. Sein Team übernahm am Anfang Verantwortung, setzte den Ausreißern nach. Dann griff Geschke an. Er lieferte sich einen harten Kampf an jeder Wertung und lieferte ein bravouröses Rennen. Der 38-Jährige lieferte ab, spielte all seine Erfahrung und taktische Cleverness aus. Er ist nicht der Stärkste im Feld, aber spielt seine Karten gut.

Doch als Tadej Pogacar an ihm vorbeiflog, war klar: Der Traum vom Bergtrikot ist aus. Pogacar punktete bei den letzten beiden Anstiegen, holte im Ziel die maximale Punktezahl. Er hat nun fast 100 Punkte Vorsprung auf Geschke, dürfte selbst kaum noch punkten und Geschke müsste viele Wertungen gewinnen – nicht unmöglich, aber wenig realistisch.

Geschke trägt Blau in Vertretung, auch das hat er sich hart erarbeitet! Einen Ausfall Pogacars wünscht sich niemand, sonst wird ihm das Bergtrikot kaum zu nehmen sein. Doch theoretisch bleibt es weiter möglich, und vermutlich wird auch Geschke alle Punkte holen, die für ihn möglich sind.

Es ist Geschkes letztes Profi-Jahr, beim Giro zu starten, war sein großer Wunsch. Nach den vielen Rückschlägen 2023 hat sich Geschke die Top-Form für den Giro hart erarbeitet und liefert im Rennen nun ab – die Abschiedstour eines echten Champions.

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