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Tudor-Top10

Das Team Tudor hat in seiner noch jungen Geschichte einen steilen Aufstieg hingelegt. Mehr als Achtungserfolge gelangen dem Schweizer Team in diesem Jahr. Dabei wählt das Management-Team um Fabian Cancellara einen anderen Weg als viele aufstrebende Teams in den vergangenen Jahren. Es wurde zunächst vor allem in die Infrastruktur investiert, nicht versucht, reife Stars zu holen, um schnell zu Erfolgen zu kommen. Junge Talente, dazu einige erfahrene Kräfte wurden geholt, um ein Gefüge zu schaffen, wo es gelingt, Fahrer zu entwickeln und ihr Maximum rauszuholen. Dabei auch Fahrern eine Chance zu geben, denen es bisher nicht gelang, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Ein gutes Beispiel ist Michael Storer. Der eigenwillige Australier besitzt großes Potenzial, was damals DSM dazu veranlasste ihn als Nachwuchstalent zu verpflichten und im Keep Challenging Center das Umfeld zu geben, um sich zu entwickeln. Doch als Storer zeigte, zu was er in der Lage ist und bei der Vuelta Siege einfuhr, hatte es DSM verpasst, ihn zu halten.

Bei Groupama-FDJ lief es für den Australier nicht wie gewünscht, was sicher mehr Gründe hat, als Fehler bei der Trainingssteuerung und Mentalitätsunterschiede. Bei Tudor traf er wieder auf alte Bekannte – den früheren Trainer Sebastian Deckert, die ehemaligen Teamkollegen Alberto Dainese, Florian Stork und Marco Brenner. Storer ist nun in der Kapitänsrolle des Teams, wo ursprünglich wohl Gino Mäder vorgesehen war und Storer eher als Helfer. Doch Storer wuchs in die Rolle, fühlt sich offensichtlich so wohl, dass er konstant über drei Wochen eine gute Leistung zeigte. Er bekam die dringend benötigte Unterstützung der Mannschaft, konnte so seine Stärken ausspielen.

Am Ende landet Storer in den Top10 der Gesamtwertung – ein großer Erfolg für ihn und das gesamte Team. Mehr als ein Achtungserfolg bei der Rundfahrt, die der Hauptsponsor mit reichlich Engagement für seine Bewerbung nutzt.

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