Remco liefert und nimmt den Druck
Für Remco Evenepoel war dieses Zeitfahren eines der ganz großen Ziele. Der Olympiasieger und Weltmeister dieser Disziplin hatte im Vorfeld der Tour sogar gehofft, mit einem Tagessieg das Gelbe Trikot zu erobern. Doch schon am ersten Tour-Tag platze dieser Traum, denn er kassierte viel Rückstand, als er bei Seitenwind nicht in der ersten Gruppe um Pogacar und Vingegaard das Ziel erreichte. Der Druck auf Evenepoel war vor dem Zeitfahren enorm, denn erwartet wurde nicht weniger als der Sieg. Und der Belgier lieferte ab! Mit einem exzellenten Zeitfahren rückt er nun auch in der Gesamtwertung vor auf Rang zwei! Im Kampf um das Podium in Paris war dies ein wichtiger Schritt!
Evenepoels Team Soudal-QuickStep hatte zum Auftakt bereits auf Gelb mit Sprinter Tim Merlier gehofft. Doch auch dieser war am ersten Tag nicht in der ersten Gruppe. So war der Auftakt der Tour ein doppelter Rückschlag. In wenigen Tagen drehte sich nun das Blatt. Denn Merlier sprintete am dritten Tag in Dünkirchen zum Tagessieg und nun holt Evenepoel am fünften Renntag den zweiten Tagessieg. Eine schlechte Tour kann es für die belgische Mannschaft nun gar nicht mehr werden und der ganz große Druck sollte abfallen. Das kann durchaus Kräfte freisetzen – bei der Mannschaft, aber vor allem bei Evenepoel! „Beim Kampf gegen die Uhr ist jeder auf sich alleine gestellt. Das gibt dann schon Selbstvertrauen für die nächsten Tage“, schrieb Maximilian Schachmann im CyclingMagazine-Tagebuch. Man darf gespannt sein.
Die Nachbesprechung wird präsentiert von JOIN – der #1 KI Trainings-App für RadfahrerInnen



