Fest verbunden mit dem Schlusstag der Deutschland Tour ist das Hobbysport-Event. Zum großen Finale des Profi-Rennens gibt es jeweils im Zielort ein Rennen für BreitensportlerInnen. In diesem Jahr findet die „ADAC Cycling Tour“ am 24. August in Magdeburg statt. Zwei Strecken gibt es für die HobbysportlerInnen – den „kleinen Börde Loop“ mit etwas mehr als 50 Kilometern und den „großen Börde Loop“ mit rund 120 Kilometern. Wir haben uns die lange Strecke mit dem Rad angeschaut!
In jedem Jahr geben sich die Organisatoren Mühe, eine abwechslungsreiche und für die Region typische Strecke zu basteln. Rund um Magdeburg gibt es keine hohen Berge, so ist das Terrain der Cycling Tour nicht ganz so anspruchsvoll. Dennoch hat die lange Strecke rund 600 Höhenmeter und ist wellig.

Nach dem Start in Magdeburg geht es gen Westen in die Börde. Im ersten Drittel gibt es noch ein paar flache Abschnitte, doch dann findet man kaum noch ‚wirklich flache‘ Meter. Es geht die ganze Zeit leicht bergan oder eben leicht bergab. Zudem ist das Terrain weitestgehend offen – der Wind findet seinen Weg ins Gesicht! Kommt der Wind von Osten, hat man zunächst Rückenwind, kommt er wie so oft von Westen, bläst er auf der ersten Streckenhälfte von vorn – egal wie, es gleicht sich aus.

Raus aus Magdeburg und ab gen Westen
Auf breiter Straße geht es gen Süden raus aus Magdeburg und dann über die A14. In Hohendodeleben rechts weg und dann auf einer kleineren Landstraße weiter nach Niederdodeleben – von dort an dann westwärts und leicht bergauf aus dem Ort. Auf breiter Straße rollt es hier in einer Gruppe richtig flott weg. Wenig später biegt in Klein Rodensleben (km 22) die Strecke des „kleine Börde Loop“ links ab und fährt direkt nach Wanzleben.

Für die Teilnehmenden auf der langen Schleife geht es geradeaus weiter mach Groß Rodensleben.
Bis Bergen (Kilometer 28) ist das Terrain offen, ab dann fährt man auch etwas von Sonne und Wind geschützt durch einen schönen Abschnitt – auch hier rollt es richtig.

Nach rund 30 Kilometern erreicht man die Bundesstraße 246a und biegt rechts ab. Wenig später geht es dann das erste Mal etwas länger bergan – nicht sehr steil, im oberen Bereich aber immerhin für einige hundert Meter mit rund 4%. Kein echter Berg, aber man merkt, dass es bergauf geht.
Es geht weiter gen Westen und dann über Eilsleben nach Barneberg. Immer wieder auch durch kleine Ortschaften mit kleinen Kirchen. In Hammersleben dann links weg und ab hier wieder zurück gen Osten nach Magdeburg.
Es ist ziemlich genau die Hälfte der Strecke absolviert – einen Blick für die schöne Stiftskirche in Hammersleben werden wohl nicht alle Teilnehmenden haben.

Ab hier hat die Strecke bis nach Magdeburg so gut wie keinen flachen Meter mehr – geht es die ganze Zeit leicht bergan oder leicht bergab. Flott und auf breiter Straße. Der höchste Punkt (186 m ÜNN) ist nach knapp 80 Kilometern erreicht. Dann geht es hinab nach Seehausen und man bekommt in der Gruppe sicher richtig Tempo drauf.

In Klein Wanzleben geht es an der Zuckerfabrik vorbei und wenig später wieder auf die breite Bundesstraße nach Wanzleben-Börde. Auch hier rollt es richtig, vor allem, kommt der Wind aus Westen und schiebt an. Die letzten 35 Kilometer sind identisch mit der Strecke der Profis. Von Wanzleben geht es über Schleibnitz weiter Richtung Magdeburg, dann wieder über die A14. Direkt danach trifft man wieder auf die gleiche Straße, auf der man Magdeburg verlassen hat und fährt nun zum Ziel in der Innenstadt direkt an der Elbe. Der Magdeburger Dom bildet den beeindruckenden Abschluss, bevor das Rennen am Schleinufer endet.
Trotz der wenig anspruchsvollen Topografie ist es ein abwechslungsreicher Parcours, der ein flottes Tempo ermöglicht. Es ist vor allem auf der zweiten Hälfte wellig und abwechslungsreich und die Strecke führt meist über breite Straßen mit gutem Belag. Lediglich in Beckendorf (Km 70) gibt es (zumindest aktuell noch) eine Linkskurve mit DDR-Pflaster, die bei Nässe und sehr hohem Tempo rutschig sein kann. Wie so oft gilt es auch bei dieser Strecke, nicht zu früh alle Körner zu verschießen, denn wer noch Druck auf dem Pedal hat, wird auf dem zweiten Teil des Parcours richtig Spaß haben!
Alle Infos: deutschland-tour.com/de/cyclingtour



