
Es ist der dritte und letzte Pyrenäen-Tag dieser Tour de France 2025. Diese 14. Etappe der Tour de France 2025 hat es in sich! Satte 182,6 Kilometer mit 5000 Höhenmetern von Pau nach Luchon-Superbagnères – eine Monster-Bergetappe!. Mit zwei schweren Tagen in den Beinen gehen die Fahrer in dieses knüppelharte Teilstück. Sie werden die Anstrengungen der vergangenen Tage spüren und es könnte zu Überraschungen kommen! Im Kampf um die Gesamtwertung ist es eine sehr wichtige Etappe.
Die ersten 70 Kilometer sind flach, ausreichend Zeit für Ausreißer, sich einen Vorsprung auf die Klassementfahrer zu verschaffen. Für starke Kletterer mit Rückstand in der Gesamtwertung ist es durchaus eine Chance auf einen Etappensieg. Viele Fahrer und Teams werden versuchen, in der Fluchtgruppe dabei zu sein. Einige haben sich beim Bergzeitfahren am Freitag bewusst zurückgehalten. Und auch die Teams der Favoriten haben sicher ein Interesse daran, Fahrer vorauszuschicken, die dann später dem Kapitän helfen können – Stichwort Relaisstation.
Auch wer einen Blick auf das Bergtrikot geworfen hat, sollte hier versuchen, in die Gruppe des Tages zu springen. Denn allein an den ersten drei Anstiegen gibt es 35 Bergpunkte zu holen! Das Finale der Etappe ist brutal – es geht hinauf nach Superbagnères.
Auch lesen: Alle Etappen der Tour de France mit Profil & Karte
Offizielle Website: letour.fr
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Die Strecke der 14. Etappe der Tour de France 2025

Die Etappe startet in Pau, eine der meistbesuchten Städte der Tour. Die ersten 70 Kilometer sind flach, dann beginnt nach dem Zwischensprint die Kletterei.

Der erste Anstieg des Tages ist der Col du Tourmalet. Ein legendärer Anstieg, lang und steil! 19 Kilometer geht es mit fast siebeneinhalb Prozent hinauf. Er wird von Westen erklommen, der etwas leichteren Seite. Der Gipfel liegt in 2115 m Höhe! Die Fahrer werden die dünne Luft spüren.
Nach der schnellen Abfahrt vom Tourmalet geht es direkt zum nächsten Anstieg – den Col d’Aspin. Wieder fünf Kilometer bergauf, mit mehr als siebeneinhalb Prozent Steigung. Nach der Abfahrt vom Aspin geht es zum nächsten Anstieg. Von Westen aus Loudenvielle hinauf zum Col de Peyresourde den haben die Fahrer ja bereits Freitag beim Bergzeitfahren von dieser Seite erklommen.

Nach der schnellen Abfahrt vom Peyresourde geht es dann zur Schlusssteigung nach Luchon-Superbagnères. Ein langer Anstieg der höchsten Kategorie. 12,4 Kilometer mit durchschnittlich 7,3% Steigung. Ein happiger Anstieg, der im unteren Teil noch moderat steil ist, in der zweiten Hälfte aber auch steile Passagen hat.

Auf den letzten Kilometern windet sich die Straße in Kehren hinauf. Unten ist es windgeschützt, im oberen Bereich das Terrain dann komplett offen und die Straße führt ohne große Kurven zum Ziel. Der Wind sollte keine Rolle spielen – es sind nur rund 4km/h angekündigt.
Sprintwertung:
km 70.1 • ESQUIÈZE-SÈRE
Bergwertungen:
km 89.5 – Col du Tourmalet – Souvenir Jacques Goddet | 19km, 7.4%
km 119.3 – Col d’Aspin | 5km 7.6%
km 150.1 – Col de Peyresourde | 1km 7.8%
km 182.6 – Luchon-Superbagnères | 12.4km 7.3%
Die Favoriten der 14. Etappe der Tour 2025
Kommen kletterstarke Ausreißer durch, oder wird es wieder ein Tag für die Klassementfahrer? Das hängt von vielen Dingen ab. Zum größten Teil natürlich an der Zusammensetzung der Fluchtgruppe und der Fahrweise im Hauptfeld. Setzen sich früh starke Kletterer ab, die Helfer an ihrer Seite haben, sollten sie schnell einen größeren Vorsprung herausfahren können. Je länger es jedoch dauert, ehe die Gruppe des Tages steht, desto weniger Zeit werden sie wohl bis zum Tourmalet herausfahren können.
Starke Kletterer mit ausreichend Rückstand in der Gesamtwertung gibt es einige! Michael Storer, Thymen Arensman, Ben O’Connor, Michael Woods, Lenny Martinez …. . Martinez hat ein Auge auf das Bergtrikot geworfen – er wird sicher versuchen, in der Fluchtgruppe zu sein. Auch beim Visma-Team könnte man, wie schon beim Etappensieg mit Simon Yates, starke Kletterer in die Gruppe schicken, die entweder um den Tagessieg fahren, oder Kapitän Vingegaard helfen. Sepp Kuss beispielsweise, der zuletzt wieder einen stärkeren Eindruck machte.
Es stellt sich aber die Frage nach der Taktik der GC-Teams. UAE kann das Rennen kontrollieren, ist mit vier Etappensiegen in der Tasche und einem sehr komfortablen Vorsprung in der Gesamtwertung nicht in der Position, hier erneut in Angriffsmodus zu schalten. Bei Pogacar weiß man natürlich nie so genau, was er vor hat. Aber auch beim Visma-Team stellt sich ein wenig die Frage nach der Herangehensweise. Glaubt man daran, Pogacar herausfordern zu können? Will man Relaisstationen installieren und dann versuchen, das Rennen auf den Kopf zu stellen? Oder sind die Fahrer, die man voraus schickt eher für den Kampf um den Tagessieg? Das wird man schon am Tourmalet sehen – sollten sie dort nicht ein hartes Tempo anschlagen, wird ihr Augenmerk vermutlich dem Etappensieg und der Schlusssteigung gelten.
Interessant wird zu sehen sein, was Red Bull-Bora-hansgrohe macht. Sie haben mit Lipowitz und Roglic zwei Fahrer im Kampf um den Platz auf dem Podest im Rennen. Evenepoel hat geschwächelt und diese Etappe scheint ideal, um ihn endgültig vom Podest zu stoßen. Doch die deutsche Mannschaft scheint zu schwach, um in den Bergen was zu probieren. Vlasov als einziger echter Berghelfer scheint außer Form. Man müsste wohl Allianzen suchen. Die beiden Kapitäne in einer wilden Aktion zu verbrennen, scheint nicht angebracht. Aber sollte tatsächlich Visma (oder ein anders Team) bereits am Tourmalet flott fahren, wird man Roglic oder Lipowitz im Schlussanstieg sicher in der Offensive sehen – um Evenepoel anzugreifen. Doch vielleicht hat sich das Thema schon vor der Schlusssteigung erledigt – das wird das Rennen zeigen.
***** –
**** Thymen Arensman, Michael Storer, Sepp Kuss
*** Pogacar, Skjelmose, O’Connor,
** Woods, Martinez, Vingegaard, Roglic, Mas, Paret-Peintre
* Lipowitz, Rubio, Buitrago, Onley, T.Johannessen, Powless, Tejada
Start: 12:14 Uhr
Ziel: ~ 17:20 Uhr
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