
Die Pyrenäen liegen hinter den Fahrern, vor dem letzten Ruhetag geht es gen Osten. Diese 15. Etappe der Tour de France 2025 führt nach Carcassonne. Eine wellige Etappe, wie gemacht für starke Ausreißer. Schon oft jubelte in Carcassonne ein Ausreißer und die Chancen stehen sehr gut, dass es auch diesmal so sein wird. Denn mit zwei durchaus knackigen Anstiegen ist das Teilstück mit rund zweieinhalbtausend Höhenmetern für die reinen Sprinter wohl zu schwer. Da es eine sehr gute Chance für Ausreißer ist, darf man wohl mit einem harten Kampf um die Gruppe des Tages rechnen.
Ganz ausgeschlossen, dass es zu einem Massensprint kommt, ist es bei diesem Terrain natürlich nicht. Die Steigungen sind anspruchsvoll, aber recht weit vor dem Ziel. Bergfestere Sprinter und Rouleure könnten sich hier durchaus Chancen ausrechnen. Diese Etappe spielt eventuell auch im Kampf um Grün eine große Rolle! Im Ziel gibt es für den Sieger satte 50 Zähler zu holen!
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Die Strecke der 15. Etappe der Tour de France 2025

Von Muret geht es nach Carcassonne. Das Peloton macht sich vor dem zweiten Ruhetag auf den Weg nach Osten. Die ersten rund 75 Kilometer sind nur leicht wellig, dann gilt es, drei Wertungen zu meistern, ehe es hinab zum Ziel geht. Die Sprintwertung steht nach knapp 60 Kilometern an, auch dort geht es leicht bergauf.
Die ersten beiden Anstiege sind als dritte Kategorie eingestuft – der erste ist recht kurz, aber durchaus steil, der zweite dann länger bei nur rund 5,5% Steigung. Die anspruchsvollste Steigung ist die letzte des Tages! Drei Kilometer mit 10% geht es bergauf. Auch nach der Bergwertung geht es weiter bergan – weitere acht Kilometer mit rund 3% im Schnitt. Es folgt ein 10-Kilometer Flachstück, ehe die lange Abfahrt in Richtung Carcassonne beginnt. Auch diese ist von einer Gegensteigung unterbrochen.
Sprintwertung:
km 59.8 • SAINT-FÉLIX-LAURAGAIS
Bergwertungen:
km 72.8 – Côte de Saint-Ferréol | 1.7km 7%
km 86.6 – Côte de Sorèze | 6.2km 5.5%
km 116.6 – Pas du Sant | 2.9km 10.2%
Die Favoriten
Das Teilstück scheint ideal für Ausreißer, doch ganz ausschließen darf man einen Sprint einer größeren Gruppe nicht. Es sind einige endschnelle Männer im Rennen, die durchaus bergfest sind. Doch je mehr Fahrer ein Interesse an einer Flucht haben, desto schwerer wird es, das Rennen für einen Sprint zu kontrollieren. Die Chancen für Rouleure bei dieser Tour sind ohnehin überschaubar – diesen Tag werden sich einige Fahrer ganz dick angestrichen haben.
Starke Rouleure gibt es einige im Peloton, viele haben sich bereits gezeigt. Wout van Aert, Luke Plapp, Quinn Simmons – für Fahrer dieser Kategorie scheint dieses Teilstück ideal. Ivan Romeo, Fred Wright oder Mathieu van der Poel, auch sie könnten an diesem Tag etwas probieren. Zu den bergfesten, aber sehr endschnellen Männern gehören auch Magnus Cort und Axel Laurance. Fahrer wie Bastien Tronchon oder Mathieu Burgaudeau werden an diesem Tag wohl auch etwas probieren. Es sind eine ganze Menge Fahrer, denen man an diesem Tag viel zutrauen kann. Wer am Ende um den Tagessieg fahren will, darf den Sprung in die Gruppe auf keinen Fall verpassen.
***** –
**** Plapp, Simmons
*** WvA, MvdP, Tronchon, Grégoire,
** Abrahamsen, Romeo, Wright, Venturini, Powless, Laurance, Burgaudeau, Leknessund
* Sweeny, Skujins, Mühlberger, Campenaerts, Pacher, Thomas, Healy, Baudin, Blackmore, Madouas
Start: 13:20 Uhr
Ziel: ~17:10 Uhr
Offizielle Website: letour.fr


