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Paret-Peintre und der kollektive Glücksmoment am Ventoux

Valentin Paret-Peintre (Foto: © Cor Vos)

Das Team Soudal-QuickStep hat bislang eine sehr erfolgreiche Tour de France geliefert – drei Tagessiege eingefahren! Doch der Ausstieg von Superstar Remco Evenepoel überdeckte alle Erfolge. Ohne Anführer Evenepoel musste das Team sich neu zusammenfinden, neue Ziele ausgeben und ein „neues“ Rennen starten. Das gelang auf der 16. Etappe dieser Tour herausragend! „In den letzten Tagen haben wir einen Sturm durchgemacht, und jetzt scheint die Sonne wieder. Wir mussten unsere Strategie ändern, nachdem Remco aufgegeben hatte, und das war für mich persönlich gut, denn so konnte ich in der Ausreißergruppe mitfahren und diese Etappe gewinnen“, so Paret-Peintre.

Gleich mit drei Fahrern war man in der großen Fluchtgruppe vertreten, die sich nach hartem und langem Kampf formierte. Pascal Eenkhoorn kontrollierte die Gruppe gut, führte Paret-Peintre in der zweiten Gruppe in die Steigung zum Ziel. Zu dieser gehörte auch Ilan Van Wilder, der bergauf auch eine sehr starke Leistung zeigte. Sein großer Auftritt kam dann auf dem letzten Kilometer. Das Spitzentrio Paret-Peintre, Buitrago und Healy belauerte sich, Pogacar und Vingegaard kamen immer näher. Van Wilder (Foto unten) kam von hinten, zeigte direkt Paret-Peintre an, dass er folgen soll und drückte aufs Tempo.


„Am letzten Anstieg merkte ich, dass ich nicht stark genug war, um Ben Healy abzuhängen – und er auch nicht stark genug, um mich abzuhängen. Da beschloss ich, abzuwarten und den Sprint anzustreben. Mein Teamkollege Ilan war unverzichtbar, denn als er zurückkam, wollte niemand mehr fahren, weil der Gegenwind sehr stark war. Dank seines Tempos schaffte es der Maillot Jaune nicht, wieder an unser Hinterrad zu kommen“, so Paret-Peintre. Im Sprint setzte sich dann der Franzose vor Healy durch und holte sich den Sieg.

Ein toller Erfolg der Mannschaft, ein ganz besonderer für Paret-Peintre. „Als Franzose ist es ein Wahnsinn, eine Etappe bei der Tour de France zu gewinnen. Heute Morgen habe ich nicht wirklich an meinen Sieg geglaubt, aber man muss sein Glück trotzdem versuchen. Ich wusste, dass die letzten paar hundert Meter sehr steil waren, also beschloss ich, zu warten, bis Healy den Sprint einleitete, und dann zu versuchen, ihn zu überholen. Wir können stolz auf unsere vier Etappensiege sein. Morgen hoffen wir, erneut zu gewinnen“, so Paret-Peintre.

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