Ben O’Connor (Jayco AlUla) hat die 18. Etappe der Tour de France 2025 gewonnen. Der 29-Jährige gehörte zur stark besetzte Ausreißergruppe, die sich zu Beginn des Rennens formiert hatte. In der Schlusssteigung hängte er seine Begleiter ab und siegte als Solist. Rang zwei ging an Tadej Pogacar (UAE Team Emirates – XRG), der kurz vor dem Ziel noch Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) abhängte, der neun Sekunden nach Pogacar das Ziel erreichte.

In der Gesamtwertung liegt Pogacar weiter mit mehr als vier Minuten Vorsprung an der Spitze. Vingegaard ist Gesamtzweiter. Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) büßte etwas Zeit ein, bleibt aber Gesamtdritter, mit 22 Sekunden Vorsprung auf Oscar Onley (Picnic-PostNL).

Die Etappe: 171 Kilometer von Vif zum Col de la Loze.

Profil der 18. Etappe der Tour de France 2025 (Foto: ©ASO)

So lief das Rennen:

Das Lidl-Trek-Team kontrollierte zunächst das Rennen bis zum Zwischensprint, dort holte sich Jonathan Milan die 20 Zähler. Anschließend begannen die Attacken. Tim Wellens löste sich, eine kleine Gruppe mit Van Aert, Rutsch, Groves und Lutsenko setzte nach. Als die Steigung zum Glandon richtig begann, wurde erneut angegriffen. Felix Gall und auch Primoz Roglic gingen in die Offensive. Es formierte sich eine große Gruppe mit Tim Wellens (UAE Team Emirates-XRG), Matteo Jorgenson (Visma-Lease a Bike), Lenny Martinez (Bahrain Victorious), Thymen Arensman (Ineos Grenadiers), Primoz Roglic (Red Bull-Bora-Hansgrohe), Ben O’Connor (Jayco AlUla), Raul Garcia Pierna (Arkéa-B&B Hotels), Will Barta, Gregor Muhlberger, Einer Rubio (Movistar), Felix Gall, Bruno Armirail (Decathlon AG2R La Mondiale), Michael Woods, Alexey Lutsenko (Israel Premier Tech), Andreas Leknessund (Uno-X Mobility). Auch Tudor-Kletterer Michael Storer gehörte zunächst zur Gruppe, fiel dann aber mit Defekt zurück. Im Feld machte UAE das Tempo.

Martinez holte am Gipfel die 20 Bergpunkte. In der Abfahrt lösten sich Jorgenson und Arensman. Das Feld hielt den Rückstand bei rund drei Minuten. Im Anstieg zum Madeleine setzte sich das Visma-Team an die Spitze und erhöhte das Tempo. Dann zog Sepp Kuss für Vingegaard sechs Kilometer vor dem Gipfel richtig an und nur Pogacar und Lipowitz konnten folgen. Wenig später kam dann der Angriff von Vingegaard, aber Pogacar konnte mitgehen. Sie schlossen zur Spitze auf und dort machte dann Jorgenson für Vingegaard das Tempo. Am Gipfel lagen Vingegaard, Jorgenson, Roglic, Gall, O’Connor und Rubio an der Spitze. Lipowitz lag etwa 30 Sekunden dahinter.

Nach der Abfahrt war das Tempo an der Spitze raus. Rubio, Jorgenson und O’Connor setzten sich ab. Die Verfolger Lipowitz und Arensman schlossen auf. Erneut wurde attackiert, weil in der Gruppe niemand Tempo machen wollte. Rubio, Jorgenson und O’Connor zogen davon. Etwas später griff Lipowitz an und setzte nach.

Das Trio vorn ging mit einer Minute Vorsprung auf Lipowitz in die Schlusssteigung. Die Pogacar-Gruppe lag mehr als drei Minuten hinter der Spitze. Jorgenson fiel schnell zurück, O’Connor löste sich 15 Kilometer vor dem Ende vorn allein und holte sich den Tagessieg. In der Gruppe der Favoriten machte das UAE-Team das Tempo. Vingegaard setzte einen Angriff, konnte Pogacar aber nicht abschütteln. Auf den letzten Metern riss dann Pogacar noch eine kleine Lücke zu Vingegaard und holte Rang zwei.

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