
Es ist die letzte Bergetappe. Diese 19. Etappe der Tour de France 2025 ist die letzte Bergankunft. Noch einmal müssen die Klassementfahrer im Hochgebirge an ihre Grenzen gehen. Der ursprünglich geplante Parcours hatte knapp 130 Kilometer, doch die Strecke musste wegen einer Erkrankung einer Rinderherde am Col des Saisies umgeplant werden. „Angesichts der Notlage der betroffenen Landwirte und um einen reibungslosen Ablauf des Rennens zu gewährleisten, wurde in Absprache mit den zuständigen Behörden beschlossen, die Route der 19. Etappe (Albertville–La Plagne) zu ändern und den Anstieg zum Col des Saisies zu vermeiden“, teilte die Rennorganisation mit.
So wird der Col des Saisies ausgespart und die Strecke führt nach der Neutralisation direkt zum Fuße des Col du Pre. Das Teilstück ist nun 95 Kilometer lang und etwas weniger anspruchsvoll. Aufgrund der Streckenkürzung haben es Ausreißer vielleicht etwas schwerer, den Vorsprung bis zur Schlusssteigung ausreichend auszubauen. Doch vielleicht schauen die Top-Klassementfahrer erneut nur auf sich, und es bietet sich eine ähnlich Chance, wie am Donnerstag für Ben O’Connor.
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Die Strecke der 19. Etappe der Tour de France 2025

Wie oben beschrieben wurde die Strecke geändert – wo genau die Sprintwertung des Tages abgenommen wird, ist noch nicht klar. Update: Ist nach 12 Kilometern in Villard-dur Soron. Es geht dann flach gen Osten zum Fuße des Col du Pre.

Über den Col du Pre geht es zum Cormet de Roselend. Eine happige Steigung, durch eine kurze Abfahrt unterbrochen. Es folgt eine lange Abfahrt und ein Flachstück, dann geht es zur Schlusssteigung.

Der letzte lange Berg dieser Tour. Es geht nach La Plagne, noch einmal 19 Kilometer mit 7,5% bergauf! Es ist keine gleichmäßige Steigung, es gibt einige flachere Abschnitte, aber auch steile Passagen.

Sprintwertung:
In Villar sur Dorone
Bergwertungen:
km 66 – Col du Pré | 12.6km 7.7%
km 78.5 – Cormet de Roselend | 5.9km 6.3%
km 129.9 – La Plagne | 19.1km 7.2%
Die Favoriten
Starke Kletterer haben durchaus die Chance aus einer Fluchtgruppe erfolgreich zu sein, doch durch die Verkürzung der Strecke ist es nicht einfacher geworden, sich einen ausreichend großen Vorsprung vor dem Schlussanstieg zu verschaffen. Ob das Visma-Team noch einmal versucht, Pogacar anzugreifen, oder ob man sich auf den Tagessieg konzentriert, bleibt abzuwarten. Kuss, Yates oder Jorgenson wären Optionen für eine Fluchtgruppe. Dass Pogacar das Rennen so kontrolliert, dass er am Ende um den Tagessieg fahren kann, ist nicht ausgeschlossen.
In einer Fluchtgruppe darf man wohl wieder die üblichen Verdächtigen erwarten. Felix Gall, Michael Storer, Thymen Arensman ….. Ob sie eine Chance haben durchzukommen, hängt von der Fahrweise der Klassementfahrer im Feld ab. Wird dort früh angegriffen, sinken die Chancen auf den Tagessieg. Doch erneut bleibt auch die Chance, dass sich die Klassementfahrer etwas belauern und so die Chance besteht, davon zu profitieren.
***** –
**** Pogacar, Gall
*** Vingegaard, Kuss
** Arensman, Storer, Yates, Roglic
* O’Connor, A.Yates, T.Johannessen, Lipowitz, Jorgenson, Rubio, Buitrago, Onley,
Start: 14:30 Uhr
Ziel: ~17:15 Uhr


