„The Cyclists Alliance“ richtet sich erneut an die UCI mit der Forderung, das medizinische Programm für Women’s WorldTour-Teams zu aktualisieren. Konkret geht es um obligatorisches Screening auf „REDS“ (Relative Energy Deficiency in Sport) und Knochenmineraldichtetests. „Im November 2024 haben wir unseren Vorschlag für eine Aktualisierung der obligatorischen UCI-Prüfungen im medizinischen UCI-Programm für UCI Women’s WorldTeams veröffentlicht. Wir haben vorgeschlagen, dass sich Athleten im Rahmen ihres jährlichen Screening-Prozesses einem obligatorischen Screening auf REDS und Knochenmineraldichte unterziehen. Wir laden die UCI heute ein, unseren Vorschlag zu überdenken, und wir bieten unsere Unterstützung und unser Fachwissen an“, heißt es im Statement.
Das Thema rückte in den vergangenen Wochen immer wieder in den Fokus. Einige Sportlerinnen machten ihre eigenen Probleme öffentlich und berichteten von den Auswirkungen ihrer Essstörungen oder eines anhaltenden Energiedefizits. Auch durch den starken Gewichtsverlust von Tour-de-France-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot rückte das Thema in den Fokus und wurde kontrovers diskutiert. Es wurde eine Debatte angestoßen, wie es im Frauenradsport diesbezüglich weitergeht. „Ferrand-Prévot hat einen neuen Standard gesetzt. Wenn Fahrerinnen damit so erfolgreich sind, setzt das uns alle unter Druck“, wird Marlen Reusser im Tagesanzeiger zitiert.
Die Vereinigung „The Cyclists Alliance“ weist immer wieder auf die Gefahren hin und hat sich nun erneut an den Weltradsportverband gewandt. „Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Profiradsport zu einer nachhaltigen und erfüllenden Karriere für Frauen zu machen. Gesundheit und Wohlbefinden der Radsportlerinnen sind entscheidend für eine lange Karriere. Das derzeitige System ist nicht darauf ausgelegt, die Gesundheit von Frauen zu schützen. Daher glaube ich, dass es unsere Pflicht ist, weiterhin für bessere Standards zu sorgen und uns dafür einzusetzen, dass Frauen mit einem gut gestärkten, starken und glücklichen Körper Leistung bringen können“, wird Grace Brown, Präsidentin der Cyclists‘ Alliance, in einem Statement zitiert.


