
Am dritten Renntag geht es von Herford nach Arnsberg. Die 2. Etappe der Deutschland Tour 2025 ist rund 190 Kilometer lang, mit 2400 Höhenmetern – es ist anspruchsvoller als am Donnerstag. Gleich vier Bergwertungen hat das Teilstück, die ersten beiden Anstiege sind wohl die anspruchsvollsten. Wer einen Blick auf die Bergwertung der Deutschland Tour geworfen hat, wird sich hier wohl früh zeigen müssen – denn im weiteren Verlauf des Rennens gibt es nur noch vier weitere Bergwertungen bis zum Ziel in Magdeburg.
Diese Etappe könnte auch im Kampf um die Gesamtwertung von großer Bedeutung sein. Das Finale bietet durchaus Möglichkeiten für einen Angriff und beim zu erwartenden Sekundenspiel um den Gesamtsieg werden die Teams versuchen, jede sich bietende Möglichkeit zu nutzen.
An der Spitze der Gesamtwertung ist es nach zwei Renntagen sehr eng. Danny van Poppel trägt das Leadertrikot, liegt an der Spitze mit nur Zehnteln Vorsprung auf Sam Watson und Matthews Brennan. Gleich drei Verfolger liegen nur eine Sekunde zurück und auch dahinter sind die Abstände gering.
Die Strecke der 2. Etappe der Deutschland Tour 2025

In Herford geht es zunächst flach los, dann aber nach rund 30 Kilometern das erste Mal bergauf. Mehr als drei Kilometer mit rund fünfeinhalb Prozent. Wenig später dann die nächste Steigung – zwei Kilometer mit sechs Prozent. Hier wird sicher um die Bergpunkte hart gekämpft. Es geht wellig weiter – nach rund 100 Kilometern der erste Sprint abgenommen. Aus Arnsberg raus wird die letzte Bergwertung abgenommen, dann geht es in den Ortsteil Neheim.
Im Finale geht es auf eine Schlussrunde. Die Ziellinie wird 20,5 Kilometer vor dem Ende das erste Mal passiert, dort auch der Zwischensprint abgenommen. Dann geht es zum Bonussprint – dieser ist 15,2 Kilometer vor dem Ende erreicht. Die letzten Kilometer zum Ziel sind flach.

Die Favoriten
Kommt es am Ende erneut zum Massensprint, oder löst sich im Finale eine kleine Gruppe? Es sind einige Szenarien möglich und es wird stark davon abhängen, wie die Teams das Rennen gestalten. Auch schon die erste Hälfte der Etappe könnte von Bedeutung für den Ausgang sein, denn wird dort bereits mächtig Tempo gemacht, kann sich das am Ende auswirken. Sind die Sprinter im Finale müde, kann die Stunde der Ausreißer schlagen. Einige Teams haben ein Interesse an einem Massensprint, andere wollen die schnellsten Männer lieber abhängen. Es könnte ein interessantes Finale werden und der Kampf um die Bonussekunden wird sicher ebenfalls spannend.
Für die Ausreißergruppe darf man Miguel Heidemann wohl einplanen – er hat sich am Donnerstag das Bergtrikot gesichert und wird versuchen, es zu verteidigen.
***** Matthew Brennan
**** Van Poppel, Watson
*** Milan, Groves, Van Aert
** Mayrhofer, Narvaez, Zambanini, Pithie, Van Mechelen, Sheehan
* Christen, Politt, Jeanniere, Romeo, Hofstetter, Vader, Haller, Waerenskjold

