
Nach der ersten Bergankunft am Sonntag geht Jonas Vingegaard als Gesamtführender in die 3. Etappe der Vuelta 2025. Es ist der letzte komplette Tag in Italien, ehe der Vuelta-Tross am Dienstag nach Frankreich reist und es dann am Mittwoch Spanien weitergeht. Die 3. Etappe der Vuelta 2025 führt über 139 Kilometer von San Maurizio Canavese nach Ceres. Ein recht kurzes Teilstück, durchaus wellig, mit knapp 2000 Höhenmetern. Es ist eine mittelschwere Etappe, die den bergfesteren Sprintern oder endschnellen Klassikerfahrern liegen dürfte. Zum Ziel in Ceres geht es die letzten eineinhalb Kilometer mit rund viereinhalb Prozent bergan.
Wie groß die Motivation beim Team von Jonas Vingegaard ist, den Ausreißern nachzujagen um das Rote Trikot zu verteidigen, bleibt abzuwarten. Doch sollte Visma | Lease a Bike keine großen Anstrengungen unternehmen das Rennen zu kontrollieren, würden sich vielleicht andere Teams finden, die den Ausreißern nachjagen. Man darf gespannt sein, wie das Rennen sich entwickelt und ob es am Ende tatsächlich zu einem Sprint des Feldes kommt.
Die Strecke der 3. Etappe der Vuelta 2025

Der direkte Weg vom Start zum Ziel wäre nur eine kurze Fahrt, doch die Etappe beschreibt eine größere Schleife gen Norden, dann wieder zurück, ehe es zum Ziel nach Ceres geht. Die ersten Kilometer sind nur leicht wellig, es geht ein wenig zickzack nordwärts. Kurz nach dem nördlichsten Punkt wird die erste Steigung des Tages in Angriff genommen. Wenig später steht der Zwischensprint an. Es geht zurück in Richtung Startort, dann rechts weg und stetig leicht ansteigend zum Zielort.

Die Schlusssteigung ist kurz, und auch nur auf dem letzten Kilometer etwas steiler. Hier ist Stehvermögen und vor allem Timing gefragt.

Die Favoriten
Beim Blick auf das Profil kommt wohl bei vielen direkt der Name Mads Pedersen in den Sinn. Diese Etappe ist für den Dänen eine sehr gute Gelegenheit. All zu viele Chancen auf einen Etappensieg bei dieser Vuelta gibt es für die endschnellen Männer nicht, so wird man bei Lidl-Trek vermutlich gern direkt diese Chance nutzen wollen. Das Finale ist nicht leicht, aber Pedersen hat bei solchen Ankünften schon oft bewiesen, wie stark er ist. Die Etappe ist recht kurz, dennoch wird sein Team Kräfte investieren müssen, das Rennen zu kontrollieren.
Ob die Ankunft für Jasper Philipsen zu schwer ist, wird sich zeigen. Der Belgier hat auch bergauf schon reichlich Stehvermögen bewiesen. Die Chancen für Ausreißer scheinen überschaubar – so werden die Baroudeure vielleicht eher auf den Dienstag spekulieren, wo das Terrain zu Beginn sehr anspruchsvoll ist.
***** Mads Pedersen
**** Philipsen, Turner
*** Aular, Vernon, Coquard, Pidcock
** Stewart, Mihkels, Gruel, Biermans, van Uden,
* Foldager, Fisher-Black
Start: 14:20 Uhr
Ziel: ~17:30

