
Juan Ayuso hat auf der 7. Etappe der Spanien-Rundfahrt seinen siebten Saisonsieg eingefahren. Der 22-jährige Spanier vom Team UAE Emirates XRG gewann als Solist die schwere Bergetappe nach Cerler. Ayuso gehörte zur zwölfköpfigen Ausreißergruppe, die sich im Verlauf der Etappe gebildet hatte. Mit einem Rückstand von 1:15 Min. kam Marco Frigo (Israel Premier Tech) als Zweiter ins Ziel, Dritter wurde 6 Sekunden dahinter Raul Garcia Pierna (Arkéa-B&B Hotels). Die Gruppe der Favoriten erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 2:35 Min. auf den Tagesschnellsten.
In der Gesamtwertung konnte Torstein Træen (Bahrain Victorious) die Führung verteidigen. Der Norweger liegt nun 2:33 Min. vor Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) und 2:41 Min. vor Joao Almeida (UAE Emirates XRG).
Jay Vine (UAE Emirates XRG), der zur Ausreißergruppe des Tages gehörte, sammelte weitere Punkte, um die Führung in der Bergwertung auszubauen. Genauso handhabte es auch Mitausreißer Mads Pedersen (Lidl-Trek), der mit dem Gewinn des einzigen Zwischensprints seinen ersten Platz in der Punktewertung untermauerte.
Die 7. Etappe: Das siebte Teilstück der Vuelta 2025 führte über 188 Kilometer von Andorra la Vella nach Cerler. Angesichts von 4200 Höhenmetern waren bei dieser anspruchsvollen Etappe einmal mehr die Bergziegen gefragt.

Was sonst so passierte:
Auf dem Weg zum Port del Cantó (1. Kat.) gab es mehrere Attacken, ohne dass sich eine Ausreißergruppe fand. Juan Ayuso (UAE), der gestern viel Zeit verloren hatte, fuhr einsam an der Spitze, während das Feld in mehrere Gruppen zerfiel. Ayuso holte sich die Bergwertung (vor Mads Pedersen!). In der Abfahrt wurden die Karten neu gemischt, als elf Fahrer zum Spanier aufschlossen: Jay Vine (UAE Team Emirates-XRG), Mads Pedersen (Lidl-Trek), Sean Quinn (EF Education-EasyPost), Damien Howson (Q36.5), Harold Tejada (XDS Astana), Brieuc Rolland (Groupama-FDJ), Joel Nicolau (Caja Rural-Seguros RGA), Raul Garcia Pierna (Arkéa-B&B Hotels), Kevin Vermaerke (Picnic PostNL), Eduardo Sepulveda (Lotto) und Marco Frigo (Israel Premier Tech). Der Vorsprung der Ausreißer wuchs rasch an, nachdem es das von Bahrain Victorious angeführte Feld ruhiger angehen ließ. 100 km vor dem Ziel betrug der Abstand rund 4 Minuten. Jay Vine gewann die Bergwertungen am Creu de Perves und L’Espina (beide 2. Kat.) und baute die Führung in der Sonderwertung aus. Den Zwischensprint in Benasque gewann Mads Pedersen und ließ sich kurz darauf aus der Spitzengruppe zurückfallen. An der Spitze setzten sich Frigo und Ayuso ab – ihr Vorsprung auf das Feld betrug 10 km vor dem Ziel noch 3 Minuten. Ayuso schüttelte seinen Begleiter ab und war wie zu Beginn des Rennens wieder als Solist unterwegs. Im Peloton lag die Tempoarbeit nun in den Beinen von Visma | Lease a Bike, später gesellte sich UAE dazu. Während Ayuso den Tagessieg feierte, gab es im Feld einige Attacken. Marc Soler konnte sich dabei noch einmal etwas lösen, während die Favoritengruppe um Vingegaard, Ciccone und Almeida gemeinsam über den Zielstrich rollte – auch das Rote Trikot war in dieser Gruppe vertreten.
Erkenntnisse des Tages:
- Er war der erste und der letzte Ausreißer des Tages: Nach seinem schlechten Vortagsresultat meldete sich Juan Ayuso heute eindrucksvoll zurück. Der nächste verdiente Sieg für das erfolgshungrige UAE-Team, das nunmehr auf 76 Siege in diesem Jahr kommt. Und es wird sicher nicht der letzte gewesen sein.
- Torstein Træen (Bahrain Victorious) hatte heute keine Probleme, mit den GC-Favoriten mitzuhalten. Lohn für die engagierte Teamarbeit ist ein zweiter Tag im Roten Trikot.
- Der große Kampf um die Gesamtwertung ist noch nicht entbrannt: Visma | Lease a Bike setzt weiter auf eine kontrollierende, effiziente Fahrweise. Davon profitierten auch heute die Ausreißer. Man wollte das Team mit Blick auf die zweite und dritte Woche schonen, äußerte sich Vingegaard nach dem Rennen.
- Mads Pedersen kommt bekanntermaßen über den einen oder anderen Berg. Dass der Träger des Punktetrikots aber an einem Tag mit dem heutigen Profil in die Gruppe des Tages geht, um sich beim einzigen Zwischensprint des Tages 14 km vor dem Ziel Punkte zu holen, war nicht zu erwarten. Chapeau! Es bleibt indes abzuwarten, wie viele Körner die Etappe heute gekostet hat – immerhin dürfen sich morgen ausnahmsweise mal wieder die sprintstarken Fahrer etwas ausrechnen.
Spannungspunkte:
*** Klassische Vuelta-Etappe mit vielen Bergen und wenigen Zuschauern
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