
Etappe 9 Vuelta | Alfaro – Estación de Esquí de Valdezcaray | 195,5 km
Nach dem Massensprint am Samstag und vor dem ersten Ruhetag am Montag steht noch einmal eine Bergankunft an. Diese 9. Etappe der Vuelta ist 195,5 Kilometer lang und hat fast 3400 Höhenmeter. Ein langes Teilstück, überwiegend wellig – im Finale geht es dann hinauf zum Ziel.
Während die Klassementfahrer wohl vor allem auf die Schlusssteigung schauen und sich auf den Kampf um Rot konzentrieren, können bergfeste Ausreißer hier eine große Chance auf den Etappensieg bekommen. Lösen sich bei solch langer Etappe früh Ausreißer, die in der Gesamtwertung ungefährlich sind, wird das Team des Gesamtführenden wohl genau überlegen, wie viel Energie man in die Verfolgung investieren will. So stehen die Chancen gut, dass es zwei Rennen in einem gibt – eines um den Tagessieg, ein anderes um die Sekunden im Kampf um den Gesamtsieg.
Die Schlusssteigung ist zwar lang, aber nicht supersteil. Will einer der Klassementfahrer für Abstände sorgen, muss er wohl früh angreifen, denn die letzten dreieinhalb Kilometer zum Ziel haben nur etwas 2% Steigung. Gut möglich, dass es zwischen den GC-Favoriten keine Abstände gibt.
Die Strecke der 9. Etappe der Vuelta 2025

Die ersten 36 Kilometer sind nur leicht wellig, dann gibt es eine kurze Steigung – immerhin fast zweieinhalb Kilometer mit sechseinhalb Prozent. Hat sich die Gruppe des Tages bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht formiert, könnte das eine gute Stelle für einen Angriff sein. Es bleibt ganz leicht wellig bis zum Fuße des Schlussanstiegs.

Die Schlusssteigung ist lang – mehr als 13 Kilometer mit 5% im Schnitt. Oben wird es flacher, die ersten sieben Kilometer sind aber durchaus happig. Vor allem der Einstieg in die Steigung hat es in sich – stellenweise mehr als 10 % Steigung!

Sprintwertung:
Km 166,1
Bergwertung:
Km 195,5 |13,2 km – 5 %
Die Favoriten
Für einen Etappensieg aus der Fluchtgruppe des Tages kommen einige Fahrer in Frage. Im Vuelta-Peloton sind mehrere starke Kletterer, die bereits großen Rückstand in der Gesamtwertung haben. Wie beispielsweise Jay Vine, Chris Harper oder David Gaudu. Auf ähnlichem Terrain sicherte sich vor zwei Tagen Juan Ayuso den Tagessieg – auch ihn muss man wohl auf dem Zettel haben.
Das Terrain scheint ideal für einen Ausreißersieg. Ein recht langes Teilstück, bei dem im Feld sicher nur ungern und nur bei höchster Erfolgsaussicht das Team in die Verfolgungsarbeit eingespannt wird. Und auch wenn vielleicht ein Team wie Q36.5 bei dieser Ankunft mit Tom Pidcock gute Chancen hätte, wird man vielleicht lieber Fahrer in die Gruppe schicken, als zu versuchen, den Ausreißern nachzujagen. Denn es ist zu erwarten, dass viele Fahrer in die Gruppe des Tages wollen und einige Teams vielleicht sogar mehrere Fahrer mitschicken. Da braucht es im Feld schon große Anstrengungen, eine große Gruppe zurückzuholen. Und die Teams der GC-Fahrer konzentrieren sich lieber auf den Kampf um Rot am Schlussanstieg – oder schicken, wie UAE es bereits zwei Mal erfolgreich vormachte – Fahrer in die Gruppe des Tages.
Das flache Terrain zu Beginn liegt vor allem den tempofesten Fahrern, das Finale den bergfesten Männern. Bei vielen Fahrern ist wohl die erste Aufgabe des Tages, den auserwählten Fahrer für diesen Tag in die Gruppe des Tages zu befördern. Je nach Auftakt des Rennens kann das eine anstrengende und knifflige Aufgabe sein. Vor allem dann, wenn der Kampf um die Gruppe lange dauert.
***** –
**** Ayuso, Vine, Catrillo
*** Tejada, Vermaerke, Frigo, Tiberi,
** Quinn, Gaudu, Verona, Harper, Romo
* Kwiatkowski, Langellotti, Herrada, Bagioli, Poels, Schachmann
Start: 12:37 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr
Website: lavuelta.es

