Joao Almeida (Foto: © Cor Vos)

João Almeida (UAE Team Emirates – XRG) hat die 13. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2025 gewonnen. Der Portugiese bestimmte im legendären Angliru-Anstieg das Tempo und nur Jonas Vingegaard ( Visma | Lease a Bike) konnte folgen. Almeida holte sich den Tagessieg, Vingegaard wurde an seinem Hinterrad Tageszweiter. Rang drei ging an Jai Hindley (Red Bull-Bora-hansgrohe) mit 28 Sekunden Rückstand. Das UAE-Team hatte im Finale der Etappe die Tempoarbeit übernommen und nach und nach fielen Fahrer zurück. Nachdem Felix Großschartner als letzter Helfer für Almeida aus der Führung ging, machte der Portugiese bis zum Ziel selbst das Tempo.

In der Gesamtwertung bleibt Vingegaard an der Spitze. Er führt nun mit 46 Sekunden Vorsprung vor Almeida. Gesamtdritter ist Thomas Pidcock (Q36.5 Pro Cycling) mit 2:28 Min. Rückstand.


Die Etappe: 202,7 Kilometer. Zunächst flach, dann anspruchsvoll und am Ende brutal.

Profil der 13. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2025

Was sonst so passierte:

Es ging flott los und immer wieder wurde angegriffen. Schließlich löste sich eine große Gruppe: Mads Pedersen (Lidl-Trek), Jefferson Cepeda, Michel Hessmann (Movistar), Tim van Dijke (Red Bull-Bora-Hansgrohe), Gianmarco Garofoli (Soudal Quick-Step), Bob Jungels (Ineos Grenadiers), Edward Planckaert (Alpecin-Deceuninck), Antonio Tiberi, Roman Ermakov (Bahrain Victorious), Nickolas Zukowsky, David González (Q36.5), Nico Vinokourov (XDS Astana Team), Clement Braz Afonso, Rémi Cavagna (Groupama-FDJ), Thomas Silva, Joel Nicolau (Caja Rural-Seguros RGA), Anders Foldager (Jayco AlUla), Léandre Lozouet, Pierre Thierry (Arkéa-B&B Hotels), Huub Artz, Kamiel Bonneu (Intermarché-Wanty), Jonas Gregaard (Lotto), José Luis Faura (Burgos-Burpellet-BH), Ethan Vernon (Israel-Premier Tech), Ivo Oliveira (UAE Team Emirates-XRG).

Das Feld hielt sie an der kurzen Leine. So wuchs der Vorsprung nur auf etwas mehr als drei Minuten. Im Aufstieg zur ersten Bergwertung machte im Feld dann das Team Q36.5 das Tempo. Vorn fiel dann die Gruppe komplett auseinander. An der Spitze lösten sich Jungels, Tiberi, Garofoli und Cepeda, wenig dahinter lag Pedersen, der nach der Bergwertung wieder aufschließen konnte. Tiberi fiel nach Defekt zurück, Pedersen holte beim Zwischensprint die Zähler und ließ sich dann zurückfallen.

Jungels bestimmte vorn das Tempo, Cepeda und Vinokourov konnten folgen, Garofoli fiel im Cordal-Anstieg zurück. Das Trio behauptete sich an der Spitze, das Feld machte aber immer mehr Boden gut. Cepeda fiel in der Schlusssteigung früh zurück. Jungels und Vinokourov lagen 10 Kilometer vor dem Ende nur noch rund eineinhalb Minuten vor dem Feld, in dem nun UAE das Tempo machte.

Als es rund sieben Kilometer vor dem Ende in den supersteilen Schlussabschnitt ging, lag die Gruppe des Favoriten nur noch 45 Sekunden hinter Jungels, der Vinokourov abschüttelte und allein vorn lag. Fünf Kilometer vor dem Ende war auch Jungels eingeholt und Almeida machte das Tempo in der vierköpfigen Spitzengruppe mit Jonas Vingegaard, Sepp Kuss und Jai Hindley. Wenig später fielen auch Kuss und Hindley zurück, nur Vingegaard konnte Almeida bis ins Ziel folgen.

Die Erkenntnisse:

  • Kein Angriff von Vingegaard – viele Beobachter hatten mit einem Sieg von Jonas Vingegaard gerechnet. Doch der Gesamtführende blieb am Hinterrad von Almeida – setzte selbst keinen Angriff. „Joao hat verdient gewonnen, er war superstark“, sagte Vingegaard. Er habe gtan was er konnte und sei etwas enttäuscht, die Etappe nicht gewonnen zu haben. Vielleicht bekommt der Kampf um den Gesamtsieg doch noch etwas mehr Spannung, als erwartet.
  • Sieg Nummer 6 für UAE | 6/13 – fast die Hälfte aller Etappen ging an die Mannschaft UAE. Beeindruckend!
  • Tom Pidcock wackelte kurz, fing sich aber wieder. Einige Kilometer vor dem Gipfel ging es beim Briten offensichtlich schwer. Doch er fand wieder seinen Rhythmus und verteidigte seinen dritten Gesamtrang. Ein starkes Rennen!
  • Exzellent scheint sich Giulio Pellizzari die Kräfte eingeteilt zu haben. Früh wurde er abgehängt, doch dann machte er wieder Boden gut, auf Matthew Riccitello – seinen härtesten Konkurrenten im Kampf um Weiß. Am Ende bleibt Pellizzari in der Nachwuchswertung vorn – doch das Polster ist klein – Riccitello liegt nur 32 Sekunden zurück. Der Kampf um Weiß könnte noch sehr spannend werden.
  • Ben O’Connor musste das Rennen aufgeben. Er hatte sich bei einem Sturz auf der 10. Etappe verletzt und bereits auf der 12. Etappe viel Zeit verloren.

Spannungspunkte:
**** eine interessante Etappe mit spektakulärem Finale