
Marc Soler hat auf der 14. Etappe für den nächsten Erfolg seiner Mannschaft UAE Team Emirates-XRG gesorgt. Der Spanier gehörte zur großen Ausreißergruppe des Tages, schüttelte seine Begleiter ab und siegte als Solist. Rang zwei ging an den Gesamtführenden Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike), der sich im Sprint vor Joao Almeida (UAE Team Emirates-XRG) durchsetzte. In der Schlusssteigung wurden die Ausreißer bis auf Soler nach und nach eingeholt. Hindley griff im Finale an und löste sich mit Almeida und Vingegaard. Im Sprint hatte er gegen Almeida und Vingegaard das Nachsehen.
In der Gesamtwertung liegt weiter Vingegaard an der Spitze. Almeida ist Gesamtzweiter, Thomas Pidcock (Q36.5 Pro Cycling) verlor etwas Zeit, bleibt aber auf Gesamtrang drei.
Die Etappe: 135 Kilometer von Avilés zur Bergankunft in La Farrapona

Was sonst so passierte:
Direkt nach dem Start wurde attackiert, nach wenigen Kilometern stand die große Gruppe des Tages, in der viele Teams vertreten waren. Decathlon AG2R La Mondiale gleich mit vier Fahrern.
UAE Team Emirates: Bjerg, Soler
Visma-Lease a Bike: Campenaerts
Lidl-Trek: Bagioli, Verona
Movistar: Cepeda
Red Bull-Bora-Hansgrohe: Denz, Van Dijke
Soudal Quick-Step: Garofoli
EF Education-EasyPost: Shaw
Decathlon AG2R La Mondiale: Armirail, Bisiaux, Labrosse, Staune-Mittet
Bahrain Victorious: Pickering
XDS Astana: Masnada
Arkéa-B&B Hotels: Thierry
Cofidis: Samitier, Herrada
Intermarché-Wanty: Smith
Picnic PostNL: Vermaerke
Israel-Premier Tech: Hirt
Campenaerts hatte wenig später Defektpech und fiel zurück. Es dauerte einige Kilometer, ehe er gemeinsam mit Xabier Mikel Azparren wieder zur Spitze aufschließen konnte. Das Feld ließ die Ausreißer ziehen, dann spannte sich Visma | Lease a Bike vor das Feld und machte das Tempo. Die Lücke wuchs schnell auf mehr als 4 Minuten.
In der vorletzten Steigung wurde vorn angegriffen, im Feld drückte nun das UAE-Team aufs Tempo. Vorm Gipfel des San Lorenzo löste sich Shaw und holte die Zähler. Das stark dezimierte Feld lag noch mehr als drei Minuten zurück. Vor der Schlusssteigung lösten sich Soler und Staune-Mittet. Etwas mehr als 15 Kilometer vor dem Ende schüttelte Soler auch seinen letzten Begleiter ab.
UAE machte weiter das Tempo, bis Almeida keine Helfer mehr hatte. Dann setzte sich Pellizzari an die Spitze und bereitete den Angriff von Hindley vor. Der Australier attackierte dann kurz vor dem Ziel und nur Almeida und Vingegaard konnten folgen. Soler holte den Tagessieg, Vingegaard gewann den Sprint um Rang zwei.
Die Erkenntnisse:
- 7/14 – das UAE-Team hat die Hälfte aller Etappen gewonnen – Soler sorgte für den siebten Etappensieg bei dieser Vuelta!
- Hindley hat durch das starke Rennen am Angliru offensichtlich Selbstbewusstsein getankt und griff am Ende an. Mit Erfolg! Er distanzierte Pidcock und machte ein paar Sekunden im Kampf um das Podium gut.
- Vingegaard wollte den Sprint um Rang zwei und die Bonussekunden gegen Almeida unbedingt gewinnen. Das gelang und er unterstrich nach der (kleinen) Niederlage am Angliru, dass er das Rote Trikot absolut zurecht trägt!
- Zum fünften Mal kommt der Sieg an einen Ausreißer – jedes Mal trug er das UAE-Trikot.
- Der Gegenwind am Schlussanstieg bremste die GC-Aktivitäten. „Ohne den Gegenwind hätten wir sicher größere Lücken gesehen“, sagte Felix Gall im Ziel. So blieben die Favoriten lange zusammen und erst kurz vor Schluss wurde attackiert. Die Lücken am Ende waren so nicht sehr groß.
Spannungspunkte:
** eine interessante Etappe, auch wenn sich die Action auf die letzten Momente beschränkte.

