Profil der 15. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2025

Vor dem zweiten Ruhetag steht eine sehr interessante Etappe an. Der erste Teil ist sehr anspruchsvoll, der zweite überwiegend flach. Insgesamt ist diese 15. Etappe der Vuelta 167,8 Kilometer lang und hat in Summe immerhin rund 3300 Höhenmeter. Das flache Finale macht die Etappe für die Klassementfahrer weniger interessant, sie wollen vor allem ohne Zeitverlust und unbeschadet den Ruhetag erreichen. Für gut Rouleure ist es eine gute Chance auf einen erfolgreichen Ausreißversuch. Denn setzt sich früh eine große Gruppe ab, werden auch die Teams der endschnellen Männer kaum noch eine Chance haben, diese zurückzuholen.

Der Beginn ist sehr anspruchsvoll, so werden wohl nur sehr starke und bergfeste Fahrer in der Gruppe des Tages sein. Ob einer der Klassementfahrer aus den Top20 versucht, über eine Fluchtgruppe Zeit gutzumachen, bleibt abzuwarten. Außerhalb der Top10 sind die Abstände inzwischen recht groß geworden, da droht Vingegaard im Kampf um Rot eh keine Gefahr.

Die Strecke der 15. Etappe der Vuelta 2025

Karte der 15. Etappe der Vuelta 2025

Es geht weiter südwärts. Direkt nach dem Start geht es bergan – für bergfeste Fahrer, die gern in die Gruppe des Tagen springen möchten, ideal – für schwere Fahrer hingegen ein brutaler Start in den Tag.

Mehr als 16 Kilometer geht es mit mehr als 5% im Schnitt bergan zur ersten Bergwertung. Ein happiger Anstieg, bei dem es zunächst moderat, später durchaus steil hochgeht.

Auch anschließend bleibt es wellig – die ersten 90 Kilometer der Etappe geht es auf & ab. Danach ist das Terrain deutlich weniger anspruchsvoll, geht es nur noch leicht auf und ab. Auf den letzten 75 Kilometern sind es weniger als 700 Höhenmeter.

Das Finale ist trotz einigen Kreisverkehre nicht sonderlich kompliziert und komplett flach.

Finale der 15. Etappe der Vuelta 2025

Sprintwertung:
Km 133,1

Bergwertungen:
PUERTO A GARGANTA Km 16,5 |16,5 km – 5,1 %
ALTO DE BARBEITOS Km 54,7 | 11,9 km – 3,9 %

Die Favoriten

Exzellente Rouleure gibt es im Feld der Vuelta einige, allen voran Mads Pedersen. Doch der Beginn der Etappe ist extrem schwer und sollten starke Bergfahrer hier aufs Tempo drücken, wird es selbst für Pedersen heftig. UAE könnte wieder Juan Ayuso und Jay Vine in die Gruppe schicken, beide waren als Ausreißer bereits erfolgreich. Santiago Buitrago, Lorenzo Fortunato, Fausto Masnada, Jan Hirt, Eddie Dunbar, Marco Frigo … die Liste der Namen für einen erfolgreichen Ausreißversuch auf schwerem Terrain ist lang. Gibt Visma vielleicht Ben Tulett freie Fahrt?

Die Frage ist: Wann geht die Gruppe des Tages – direkt am ersten Anstieg? Und wird so schnell gefahren, dass die Rouleure wie Pedersen und Nico Denz nicht folgen können? Die Begeisterung in der Ausreißergruppe über einen Mitstreiter wie Pedersen hat zwei Seiten. Pedersen ist eine absolute Tempomaschine, aber eben auch nur ganz schwer zu schlagen. Einen Fahrer seiner Klasse hängt man in flachem Terrain nur ganz schwer ab.

Es könnte ein sehr interessanter Start in die Etappe werden und möglicherweise auch ein harter Kampf. Vermutlich wird am Ende ein Ausreißer jubeln.

***** –
**** Pedersen,
*** Campenaerts, Frigo, Bagioli
** Romo, Denz, Kwiatkowski, Buitrago
* Sheffield, Tulett, Vermaerke, Armirail

Start: 13:05 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr