Giulio Pellizzari (Foto: © Cor Vos)

Giulio Pellizzari hat die 17. Etappe der 80. Spanien-Rundfahrt gewonnen. Der Italiener vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe löste sich rund drei Kilometer vor dem Ende aus der kleinen Favoritengruppe und siegte als Solist. Zweiter wurde Thomas Pidcock (Q36.5 Pro Cycling), Rang drei ging an Pellizzaris Teamkollegen Jai Hindley.

Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) erreichte kurz nach Hindley das Ziel und bleibt in der Gesamtwertung vorn. Er führt weiter vor João Almeida (UAE Team Emirates – XRG) und Pidcock.

Das Rennen: 143,2 Kilometer von O Barco de Valdeorras zum Alto de El Morredero.

Profil der 17. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2025

Was sonst so passierte:

Direkt nach dem Start wurde attackiert und es lösten sich Fahrer. Doch es wurde nachgesetzt und die kleine Gruppe wieder eingeholt. So dauerte es einige Kilometer ehe sich eine Gruppe deutlich absetzen konnte. Einige Fahrer sprangen noch nach vorn. So bildeten folgende Fahrer die Gruppe des Tages: Joel Nicolau (Caja Rural-Seguros RGA), Léandre Lozouet (Arkéa-B&B Hotels), Sergio Samitier (Cofidis), Gijs Leemreize (Picnic PostNL), Brandon Rivera (Ineos Grenadiers), Madis Mihkels (EF Education-EasyPost), Antonio Tiberi (Bahrain Victorious), Harold Tejada (XDS Astana), Patrick Gamper (Jayco AlUla), Luca Van Boven (Intermarché-Wanty), Timo Roosen (Picnic PostNL), und Jonas Gregaard (Lotto).

Das Feld hielt die Gruppe an der kurzen Leine – mehr als rund zwei Minuten Vorsprung gönnte man ihnen nicht. Die Spitze fiel schon vor der Schlusssteigung auseinander. Im Feld setzte sich vor der Schlusssteigung das Team Red Bull-Bora-hansgrohe an die Spitze und bestimmte das Tempo. So waren 12 Kilometer vor dem Ende alle Ausreißer eingeholt und das Feld dünnte sich aus. Visma bestimmte das Tempo in der Steigung, dann kam sechs Kilometer vor dem Ziel die Attacke von Hindley. Pidcock, Vingegaard und Riccitello gingen mit. Almeida und Pellizzari konnten nach wenigen hundert Metern wieder aufschließen. Es wurde mehrfach angegriffen, aber keiner kam weg. Dann löste sich etwas mehr als drei Kilometer vor dem Ende Pellizzari.

Die Erkenntnisse:

  • Der erste Profisieg für Giulio Pellizzari – hoch verdient und sehr gut herausgefahren! Hindley wehrte die Konter ab, Pellizzari fuhr verdient zum Tagessieg. Ein toller Erfolg für den 21-Jährigen, war längst überfällig!
  • Tom Pidcock fuhr erneut sehr stark und wirkte im Anstieg souverän. Legt er am Donnerstag ein ordentliches Zeitfahren hin, darf man ihn für einen Platz auf dem Podium wohl einplanen.
  • Jonas Vingegaard verzichtete auf einen Angriff. Er wirkte nicht so souverän wie zu Beginn der Vuelta. „Er hatte wohl nicht die besten Beine“, sagt Sportchef Grischa Niemann nach dem Rennen gegenüber Eurosport. Man darf gespannt sein, wie er sich in den kommenden Tagen präsentiert.
  • Im Kampf um Weiß hat sich Pellizzari nun ein Polster auf Matthew Riccitello verschafft. Für beide wird das Zeitfahren sehr wichtig.
  • Egan Bernal wurde früh abgehängt und kassierte mehr als 23 Minuten Rückstand. Er fällt in der Gesamtwertung nun ein ganzes Stück zurück, bleibt aber in den Top15.

Spannungspunkte:
** Zumindest das Finale war sehr interessant.

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