
Das letzte schwere Teilstück, die letzten steilen Berge. Diese 20. Etappe der Vuelta 2025 ist das schwerste Teilstück des Rennens. Die Königsetappe am vorletzten Tag. Satte 4216 Höhenmeter, eine Bergankunft am Monsterberg Bola del Mundo. Die letzten drei Kilometer zum Ziel haben 12,5 % im Schnitt! Ein brutales Finale am vorletzten Tag, der Vuelta.
Es ist der Tag der Entscheidung. Am Sonntag bei der Flachetappe in Madrid wird es wohl keine Verschiebungen in der Gesamtwertung geben, zumindest wenn nichts sehr Außergewöhnliches passiert. Diese 20. Etappe ist die letzte Chance, etwas in der Gesamtwertung zu bewegen. Die Fahrer sind müde, hinter ihnen liegen drei schwere Vuelta-Wochen, noch einmal müssen sie ans Limit und darüber hinaus. Diese Etappe ist so herausfordernd, dass eine kleine Schwächephase große Auswirkungen haben kann. Wer hier einen schlechten Tag hat, kann am Schlussanstieg schnell Minuten verlieren.
Der Kampf ums Podium ist noch immer offen, und auch das Duell um Rot ist nicht vollends entschieden. Jonas Vingegaard hat ein ordentliches Polster, doch er darf sich keinen Fehler erlauben. Zwischen Tom Pidcock auf Rang drei und Felix Gall auf Gesamtrang sieben liegen keine drei Minuten. Jai Hindley ist direkter Verfolger von Pidcock und wird versuchen, ihn vom Podium zu verdrängen. Sein Teamkollege Giulio Pellizzari startet als Gesamtfünfter in die letzte Bergetappe, einen Platz hinter ihm liegt Matthew Riccitello. Beide tragen den Kampf um das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer aus.
Die Strecke der 20. Etappe der Vuelta 2025

Die Etappe beginnt anspruchsvoll, es stehen direkt zwei Anstiege an. Für die Teams auch eine gute Gelegenheit, Helfer in der Gruppe des Tages zu platzieren.

Der erste richtig schwere Berg steht rund 55 Kilometer vor dem Ende an. Der Puerto de Navacerrada ist sieben Kilometer lang, hat mehr als siebeneinhalb Prozent im Schnitt. Kein Monsterberg, aber ein Vorgeschmack aufs Finale – denn würde man am Gipfel links abbiegen, wären es nur noch drei steile Kilometer bis zum Tagessiel.
Doch nach dem Navacerrada folgt erstmal eine lange Abfahrt, die das Peloton auf dem Weg zum Ziel später wieder hinauffahren wird. 26 Kilometer sind es nach der Abfahrt bis zum Schlussanstieg – ein weiter Weg!

Die Schlusssteigung ist ein Monster! 12,3 km bei 8,6% im Schnitt. Auf den letzten drei Kilometern wird es happig! Die letzte drei Kilometer haben mehr als 12 % im Schnitt!
An einigen Stellen ist es 20% steil! Wer hier einen schlechten Moment erlebt, kann schnell richtig viel Zeit verlieren.

Bergwertungen:
ALTO DE LA ESCONDIDA Km 13,6 |9 km – 4,1 %
PUERTO DE LA PARADILLA Km 26,4 | 5,8 km – 5,4 %
ALTO DEL LEÓN Km 59 | 7 km – 7,3 %
PUERTO DE NAVACERRADA Km 115,8 | 6,9 km – 7,6 %
BOLA DEL MUNDO Km 164,8 | 12,3 km – 8,6 %
Sprintwertung:
CERCEDILLA Km 127,6
Die Favoriten
Gut möglich, dass die Fans zwei Rennen in einem erleben. Eines um den Tagessieg aus der Fluchtgruppe, das andere um den Gesamtsieg und das Podium. Doch will Almeida noch einmal Rot angreifen, wird er das Rennen schwer machen müssen und seine Helfer früh einspannen. Das könnte dazu führen, dass die Klassementfahrer am Ende auch um den Tagessieg kämpfen. Vermutlich wird es einen schnellen Beginn und viele Angriffe geben. Die Konstellation der Fluchtgruppen wird den weiteren Verlauf des Rennens bestimmen. Gut möglich, dass sowohl UAE, als auch Visma versuchen, Helfer in der Fluchtgruppe des Tages zu platzieren, um dem Kapitän am Ende noch helfen zu können.
Kletterstarke Fahrer, die für einen Sieg aus der Ausreißergruppe des Tages in Frage kommen, gibt es einige. Juan Ayuso, Jay Vine, Mikel Landa, Santiago Buitrago, Eddie Dunbar, …. auch Egan Bernal hat in der Gesamtwertung inzwischen einen sehr großen Rückstand.
***** Jonas Vingegaard
**** Joao Almeida, Vine
*** Pidcock, Hindley, Dunbar, Buitrago
** Bernal, Tiberi, Riccitello, Landa
* Gall, Ciccone, Kuss, Soler, Jorgenson
Start: 13 Uhr
Ziel: 17:30 Uhr

